„Lex Wolf“ ist Breitseite gegen den Naturschutz

Foto: Tahoe Beetschen / Unsplash

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Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik, zur Lex Wolf: 

„Ausgerechnet am Tag des Artenschutzes verkündet Umweltministerin Schulze, dass sie das Töten einer geschützten Art erleichtern will. Das ist eine Breitseite gegen den Naturschutz, denn damit trifft Frau Schulze nicht nur den Wolf, sondern auch andere geschützte Arten. Ihre „Lex Wolf“ wird die Forderung nach einer Lex Biber und Lex Fischotter folgen. Das Töten von Wölfen ist bereits heute möglich, wie u.a. Schleswig-Holstein gerade zeigt. Die für das finanzielle Überleben der Schafhaltung in Deutschland notwendige Weidetierpämie verhindern CDU/CSU und SPD bis heute. An der Existenzkrise der Schafhaltung wird sich deshalb auch durch Frau Schulzes Plan nichts ändern.“

Artensterben stoppen!

Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Der öffentliche Druck auf die Regierung wächst, mehr für den Naturschutz zu tun. Die Ignoranz der Bundesregierung gegenüber dem Artensterben wird von immer mehr Menschen laut kritisiert. Bisher haben Ministerin Klöckner und Schulze den Kopf in den Sand gesteckt oder Absichtserklärungen verabschiedet, aber der Erfolg des „Volksbegehrens Artenschutz – Rettet die Bienen“ in Bayern und unzählige Studien zum dramatischen Verlust von Insekten und Vögeln, durchkreuzen diese Strategie. (mehr …)

Forschung allein stoppt das Artensterben nicht

Gegen den massiven Artenschwund von Tier- und Pflanzenarten will die Bundesregierung eine Forschungsinitiative mit 200 Millionen Euro setzen, dazu Steffi Lemke:

„Unser Wissen über die Arten und ihre Vielfalt hat noch Leerstellen. Es ist begrüßenswert, wenn weitere Mittel zur Erforschung der Artenvielfalt bereitgestellt werden. Dabei muss die Förderung systematischer Forschung in einem Zentrum für Biodiversität-Monitoring im Mittelpunkt stehen. Forschung darf jedoch nicht zum Feigenblatt werden: die Ursachen des Artensterbens sind bekannt und gut erforscht. Die Bundesregierung muss vom Wissen zum Handeln kommen, um Vögel und Insekten endlich wirksam zu schützen. Dazu gehört auch eine Agrarwende, die Artenvielfalt schützt statt sie zu zerstören.“

 

Teak-Holz: Netzwerk von organisierter Kriminalität

Steffi Lemke zum veröffentlichten Bericht „State of Corruption:

„Die detaillierten Recherchen um Teak-Holz aus Myanmar legen ein Netzwerk von organisierter Kriminalität nahe. Es ist unfassbar, dass darin nun auch das Verteidigungsministerium mit der Gorch Fock eine Rolle spielt. Das Teak Holz für die Gorch Fock muss als illegal betrachtet werden und stammt – laut Recherchen – aus organisierter Kriminalität. Dieser Import bricht alle deutsche und europäische Gesetzgebung im Holzhandel. (mehr …)

Was wir von Vögeln lernen können – Einladung zur Buchlesung

Steffi Lemke und Ernst Paul Dörfler bei einer Vogelwanderung im März 2017 in Magdeburg.

Faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht, klimaneutrale Mobilität und ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr – all das können wir von Vögeln lernen. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer   Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.  Am Samstag, 2.März 2019 wird er sein Buch „Nestwärme“ auf Einladung des Kreisverbands Bündnis 90/Die Grünen Anhalt Bitterfeld im Schloss Köthen vorstellen. Das Buch ist ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Samstag, 02. März 2019, 17:00 Uhr, Schloss Köthen, Maria-Barbara-Bach Saal, Schlossplatz 5.

Der Eintritt ist frei.