Aal in Europa von der Ausrottung bedroht

Europäischer Aal / Getty Images

Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik, zur Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Frage zum Aal: 

„Der europäische Aal ist vom Aussterben bedroht. Vor zwanzig Jahren gab es in Deutschland noch mehr als viermal so viele Aale wie heute und die Bestände sinken weiter in dramatischem Ausmaß. Innerhalb von 10 Jahren haben sich die Bestände halbiert. Wenn diese Entwicklung anhält, wird dieser besondere Fisch nicht mehr in freier Natur zu finden, geschweige denn zu kaufen oder zu genießen sein. Die Bundesregierung muss sich dringend für einen stärkeren Schutz des Aals einsetzen, damit die Bestände sich erholen können. Es ist offensichtlich, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um den Aal vor dem Aussterben zu bewahren.“ (mehr …)

Biodiversität im Boden

Gabriel Jimenez // unsplash

Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik, zu den Antworten der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Biodiversität im Boden“:

„Das Artensterben hat unseren Boden erreicht. Um Pilze und Regenwürmer in Deutschland steht es schlecht. Auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen knapp 40% der Regenwurmarten und ein Viertel der Großpilze Deutschlands sind in ihrem Bestand gefährdet oder extrem selten. Bei vielen Arten muss man, ebenfalls mit starken Rückgängen rechnen, aber Daten dazu fehlen, denn die Bundesregierung hat beim Artensterben im Boden weg geschaut. (mehr …)

Osterappell zur Seenotrettung

Foto Sara Kurfeß // Unsplash

Am 30. Juni 2000, vor fast 20 Jahren, bekannte sich der Deutsche Bundestag mit dem Osterappell „Humanitäre Grundsätze in der Flüchtlingspolitik beachten“ zum umfassenden Flüchtlingsschutz. Der von Christian Schwarz-Schilling (CDU) und Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) initiierte Gruppenantrag fand breite Unterstützung bei insgesamt 230 Abgeordneten aller damals im Bundestag vertretenen Fraktionen. Anlehnend an diesen Appell fordern wir heute als Abgeordnete des Deutschen Bundestages die Bundesregierung auf, sich für den Schutz von Menschenleben auf dem Mittelmeer und die Einhaltung der Menschenrechte einzusetzen. (mehr …)

Vertrag zum Meeresschutz

Zu den am kommenden Montag startenden UN-Verhandlungen über einen Vertrag zum Meeresschutz erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:  

„Unsere Weltmeere sind in einer historischen Krise. Niemals zuvor war ihre Belastung so dramatisch: Die Klimakrise bringt die Meere zum Kochen und führt weltweit zu einem Massensterben der Korallenriffe. Die Weltmeere geraten zum Endlager für Plastikmüll und die Überfischung macht auch vor existierenden Schutzgebieten keinen Halt. Ein starker internationaler Rechtsrahmen und ein Vertrag für den Schutz der Meere könnten diese Bedrohungen stoppen. Die internationalen Verhandlungen sind ein Rettungsring für den durch Industrieinteressen untergehenden Meeresschutz. (mehr …)

Palmöl jetzt aus den Autotanks

Zur Bekanntgabe der Europäischen Kommission, dass die Beimischung von Palmöl zum Diesel als nicht nachhaltig eingestuft wird, erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Es ist gut, dass mit der Entscheidung der EU-Kommission der derzeitigen umweltschädlichen Praxis, Palmöl im Tank zu verbrennen, ein Riegel vorgeschoben wird. Mit der Palmölnutzung gehen gravierende Probleme einher – großflächige Regenwaldzerstörung mit massiven Klimaschäden und der Verlust von Biodiversität. Den oftmals katastrophalen Auswirkungen von Palmölnutzung trägt die Entscheidung nun Rechnung. Die Bundesregierung muss nun ihre nationalen Spielräume nutzen, um Palmöl jetzt aus den Autotanks zu bekommen. Frankreich kann hier ein Vorbild sein. Wir brauchen eine Strategie zur Reduktion von Palmöl und müssen auf Produkte setzen, die nicht auf die Abholzung von Wäldern bauen.“ (mehr …)