Überfischung der Meere stoppen

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Steffi Lemke zu den von den EU-Landwirtschafts- und Fischereiministern beschlossenen Fangquoten für die Nordsee: 

Die Einigung der EU-Staaten auf ein deutliches Minus bei den Fangquoten für die Nordsee geht in die richtige Richtung. Allerdings werden die Vorschläge des wissenschaftlichen Beirats erneut unterlaufen. Trotz eindeutiger Vorgaben durch den internationalen Rat für Meeresforschung wird die Überfischung auch 2019 weiter gehen. (mehr …)

Katowice: Gretchenfrage ist nicht beantwortet

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Steffi Lemke zum Abschluss der UN-Klimakonferenz in Katowice:

„Die Ergebnisse von Katowice sind zu viel Weiterso und zu wenig Aufbruch. Vor 10 Jahren wäre es ein gutes Ergebnis gewesen, jetzt läuft uns einfach die Zeit davon. Die Gretchenfrage, wie Klimaschutz international konkret umgesetzt werden soll, bleibt weiter unbeantwortet. In Deutschland wird der Kohleausstieg vertagt, die Umweltministerin gibt „Man müsste mal“ Erklärungen ab und in der Verkehrs- und Agrarpolitik steht die Bundesregierung auf dem Bremsklotz. Ich frage mich, ob die dramatische Beschleunigung der Klimakrise überhaupt erkannt wurde. Erbringen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz nicht, ist das der Sargnagel für das Pariser Klimaschutzabkommen. Die Klimakrise erfordert dringend Handeln. Ich bin gespannt, was die Bundesregierung jetzt aus ihren Ankündigungen macht.“

Rote Liste: Fast ein Drittel heimischer Wildpflanzen gefährdet

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Zur Roten Liste, nach der fast ein Drittel der heimischen Wildpflanzen gefährdet ist, erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Der Rückgang der Wildpflanzenarten ist besorgniserregend. Gehen Wildpflanzen verloren, beschränkt sich die Pflanzenwelt zunehmend auf das, was in Monokulturen angebaut wird. Die Natur insgesamt verarmt und wird in ihren Kreisläufen beeinträchtigt. Wir brauchen dringend mehr Naturschutz in der Landwirtschaft: mehr Hecken und Feldraine, weniger Pestizide und Dünger. Denn unsere Landwirtschaft ist unmittelbar mit der Natur verbunden und von ihr abhängig.“

BfN Hintergrund zur Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen

Fahrplan für Biodiversitäts-Abkommen 2020 beschlossen

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Zum Abschluss der 14. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention für Biologische Vielfalt (CBD) in Sharm El-Sheikh / Ägypten erklären Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin, und Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik und Bioökonomie:

Mit riesigen Schritten schreiten Artensterben und Klimakrise voran. Die Menschheit ist dabei, ihre eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören. Trippelschritte sind hingegen alles was der Weltrat für Biodiversität in den vergangenen zwei Wochen vollbracht hat. Es fehlt an politischem Willen und einer Vision, die glaubhaft von Staats- und Regierungschefs voran getragen wird. Die Aichi-Ziele waren gut und wichtig, aber blieben ohne Durchschlagskraft. Die gleichen Fehler dürfen sich jetzt nicht wiederholen. Doch Naturschutzbehörden und Naturschützer werden von ihren Staats- und Regierungschefs in Sharm el-Sheik wieder einmal allein gelassen.  (mehr …)

Fließ oder stirb – Ein Symposium über den Umgang mit unseren Flusslandschaften

am 23. Oktober 2018 fanden die Hamburger Gespräche für Naturschutz 2018 statt. Unter dem Titel „Fließ oder stirb – Ein Symposium über den Umgang mit unseren Flusslandschaften“ referierten und diskutierten neben Steffi Lemke, namhafte Expertinnen und Experten.

Weitere Informationen zum Symposium und den Referentinnen und Referenten finden Sie hier