Forschung allein stoppt das Artensterben nicht

Gegen den massiven Artenschwund von Tier- und Pflanzenarten will die Bundesregierung eine Forschungsinitiative mit 200 Millionen Euro setzen, dazu Steffi Lemke:

„Unser Wissen über die Arten und ihre Vielfalt hat noch Leerstellen. Es ist begrüßenswert, wenn weitere Mittel zur Erforschung der Artenvielfalt bereitgestellt werden. Dabei muss die Förderung systematischer Forschung in einem Zentrum für Biodiversität-Monitoring im Mittelpunkt stehen. Forschung darf jedoch nicht zum Feigenblatt werden: die Ursachen des Artensterbens sind bekannt und gut erforscht. Die Bundesregierung muss vom Wissen zum Handeln kommen, um Vögel und Insekten endlich wirksam zu schützen. Dazu gehört auch eine Agrarwende, die Artenvielfalt schützt statt sie zu zerstören.“

 

Teak-Holz: Netzwerk von organisierter Kriminalität

Steffi Lemke zum veröffentlichten Bericht „State of Corruption:

„Die detaillierten Recherchen um Teak-Holz aus Myanmar legen ein Netzwerk von organisierter Kriminalität nahe. Es ist unfassbar, dass darin nun auch das Verteidigungsministerium mit der Gorch Fock eine Rolle spielt. Das Teak Holz für die Gorch Fock muss als illegal betrachtet werden und stammt – laut Recherchen – aus organisierter Kriminalität. Dieser Import bricht alle deutsche und europäische Gesetzgebung im Holzhandel. (mehr …)

Was wir von Vögeln lernen können – Einladung zur Buchlesung

Steffi Lemke und Ernst Paul Dörfler bei einer Vogelwanderung im März 2017 in Magdeburg.

Faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht, klimaneutrale Mobilität und ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr – all das können wir von Vögeln lernen. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer   Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, die oft friedvoller und achtsamer miteinander umgehen als wir Menschen.  Am Samstag, 2.März 2019 wird er sein Buch „Nestwärme“ auf Einladung des Kreisverbands Bündnis 90/Die Grünen Anhalt Bitterfeld im Schloss Köthen vorstellen. Das Buch ist ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Samstag, 02. März 2019, 17:00 Uhr, Schloss Köthen, Maria-Barbara-Bach Saal, Schlossplatz 5.

Der Eintritt ist frei.

GEOMAR-Studie: Starke Belastung durch Fischerei in Schutzgebieten

Forscher des Helmholtzzentrums für Ozeanforschung Kiel – GEOMAR haben im Dezember gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine Studie zum Fischfang in europäischen Meeresschutzgebieten in der amerikanischen Fachzeitschrift „Science Magazine“ veröffentlicht. Die Erkenntnisse geben großen Anlass zur Sorge, bezüglich des Zustands der europäischen Meeresschutzgebiete. Demnach sind zwar ca. 45 Prozent der deutschen und fast 30 Prozent der europäischen Meeresgebiete formal unter Schutz gestellt, aber dennoch findet genau dort Fischerei in einem sehr hohen Maße statt. (mehr …)

Das Sterben der Amseln

Steffi Lemke, zur Antwort auf ihre schriftliche Frage an die Bundesregierung zum Thema Amseln & Usutu-Virus:

„Der Rückgang von Amseln fällt vielen Menschen beim Blick in Parks und Gärten auf. Die Bundesregierung bestätigt Beobachtungen des Naturschutzbundes, wonach besonders Amseln durch den Usutu-Virus gefährdet sind. Es ist unklar, ob sich die Amsel-Bestände wieder komplett erholen werden. Die Antwort der Bundesregierung zeigt die Klimakrise auch im Kleinen: Die Bedingungen für heimisch Arten verschlechtern sich – hier begünstigte der Hitzesommer 2018 die Ausbreitung des Virus‘.  Die Klimakrise befeuert damit das rasant fortschreitende Artensterben. Für das Vogel- und Insektensterben ist maßgeblich die industrielle Landwirtschaft – voller Monokulturen und Äckern belastet mit Pestiziden – verantwortlich. Um Vögel und Bienen insgesamt zu schützen, brauchen wir dringend eine Agrarwende. Dazu müssen jetzt die Weichen in der EU gestellt werden: Wir brauchen endlich eine ökologische Ausrichtung der Agrarförderpolitik.“ (mehr …)