Artensterben ist die zweite große ökologische Krise unserer Zeit – Grüne Bundestagsfraktion beantragt Aktuelle Stunde

Foto: Manlake Gabriel / unsplash

Zum Abschluss und Ergebnis des Welt-Artenschutz-Rates (IPBES) in Paris erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Der Bericht des Weltartenschutzrats ist dramatisch: Eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Die Bundesregierung muss das Artensterben endlich als globale Bedrohung ernst nehmen. Deshalb machen wir den Weltartenschutzbericht zum Thema im Deutschen Bundestag. Wir haben heute eine Aktuelle Stunde mit dem Titel „Nach dem globalen Report zur Artenvielfalt – politische Konsequenzen aus dem verheerenden Artensterben“ beantragt. Das Artensterben ist die zweite große ökologische Krise unserer Zeit. Zum Schutz unseres lebenswichtigen Ökosystems braucht es entschlossenes Handeln. Abwarten ist keine Lösung. Der Bericht des Rates ist ein Appell an die Weltgemeinschaft, aber auch die Bundesregierung, das Artensterben als globale Bedrohung analog zur Klimakrise endlich ernst zu nehmen. Es braucht eine Trendwende für den Artenschutz. Die Bundesregierung muss handeln, bevor der Frühling verstummt und Felder und Wälder leer sind. (mehr …)

Die dringlichen Fragen unserer Zeit

Ray Hennessy / unsplash

Die Klimakrise, das Artensterben oder die ins unerschwinglich steigenden Mieten, das alles sind Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen. Ob Fridays for Future, das erfolgreiche Volksbegehren Artensterben in Bayern oder die bundesweiten Mietendemos – die Bundesregierung scheint taube Ohren zu haben und legt die Hände in den Schoss anstatt zu handeln. Wir Grüne im Bundestag haben auf unserer Klausur in Potsdam zu diesen Themen Beschlüsse gefasst, in denen die nötigen Maßnahmen aufgezeigt werden, um diese Krisen noch abzuwenden. (mehr …)

Schweinswale weiterhin vom Aussterben bedroht

Schweinswal vor der Flutmole Wilhelmshaven. Foto: J. Herrmann / Cetacea.de

Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik  zur Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Frage zu Todfunden von Schweinswalen:

„Schweinswale in der deutschen Ostsee sind weiterhin vom Aussterben bedroht. Die alarmierende Zunahme an Todfunden von Schweinswalen macht deutlich: Wir brauchen endlich wirksame Schutzgebiete. Aktuell gibt es für die Schutzgebiete noch keine Regeln für Fischfang und die industrielle Nutzung. Die Schutzgebiete stehen bisher nur auf dem Papier. Und laut den Plänen der Bundesregierung soll die, für Schweinswale so tödliche Stellnetzfischerei weiterhin selbst in Schutzgebieten flächendeckend erlaubt sein. Damit verkommt der Meeresschutz zum Etikettenschwindel. Wir fordern von der Bundesregierung endlich Nullnutzungszonen in Schutzgebieten und damit  echte Rückzugsräume für Meeressäuger in der deutschen Nord- und Ostsee.“

(mehr …)

Weltbiodiversitätsrat in Paris: Schutz der Artenvielfalt im Fokus

Zur heute (29.4.) beginnenden Sitzung des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Paris erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Die diesjährige Sitzung des UN-Weltbiodiversitätsrates ist ein wichtiger Meilenstein für den internationalen Schutz der Vielfalt der Tiere und Pflanzen. Der Artenreichtum unserer Planeten schwindet in besorgniserregender Schnelligkeit und vom internationalen verbindlich vereinbarten Ziel, das Artensterben bis zum Jahr 2020 zu stoppen ist die Weltgemeinschaft, und auch die Bundesregierung, weit entfernt. Umso nötiger ist die Arbeit des Rates, als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik, für den globalen Kampf gegen das Artensterben. (mehr …)

Aal in Europa von der Ausrottung bedroht

Europäischer Aal / Getty Images

Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik, zur Antwort der Bundesregierung auf die parlamentarische Frage zum Aal: 

„Der europäische Aal ist vom Aussterben bedroht. Vor zwanzig Jahren gab es in Deutschland noch mehr als viermal so viele Aale wie heute und die Bestände sinken weiter in dramatischem Ausmaß. Innerhalb von 10 Jahren haben sich die Bestände halbiert. Wenn diese Entwicklung anhält, wird dieser besondere Fisch nicht mehr in freier Natur zu finden, geschweige denn zu kaufen oder zu genießen sein. Die Bundesregierung muss sich dringend für einen stärkeren Schutz des Aals einsetzen, damit die Bestände sich erholen können. Es ist offensichtlich, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um den Aal vor dem Aussterben zu bewahren.“ (mehr …)