Internationale Gensuikin-Konferenz anlässlich des 69. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Japan 2Auf Einladung der japanischen Nichtregierungsorganisation Gensuikin habe ich vom 3. bis zum 9. August 2014 an der Internationalen Konferenz anlässlich des 69. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki teilgenommen. Am 6. August 1945 wurde über Hiroshima die erste im Krieg eingesetzte Atombombe abgeworfen. Schätzungsweise mehr als 70.000 Bewohner der westjapanischen Stadt waren sofort tot – sie verglühten im Bruchteil einer Sekunde. Bis Ende Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl der Toten auf 140 000. Drei Tage nach dem ersten Einsatz warfen die Amerikaner am 9. August eine zweite Atombombe über der Stadt Nagasaki ab. Auch bei diesem Angriff ließen zahlreiche Menschen ihr Leben. Beide Städte wurden fast vollständig zerstört. Noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der atomaren Strahlung, die Anzahl der Langzeitopfer über Generationen hinweg ist nicht abschätzbar. (mehr …)

„Wissenschaftlichen“ Walfang endlich beenden

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Zu den Ergebnissen der 65. Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) erklären Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik und Nicole Maisch, Sprecherin für Tierschutzpolitik:

Der Kommission sind wichtige Schritte vorwärts gelungen – das endgültige Ende für den wissenschaftlichen Walfang steht aber noch aus. Die IWC sollte sich auf ein Urteil des internationalen Gerichtshofes in Den Haag stützen. (mehr …)

Tropenwälder: Illegalen Holzschlag verhindern

Zum internationalen Tag der Tropenwälder am 14.September erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik.

Tom Kleiner / pixelio.de

Der tropische Regenwald ist einmalig und als grüne Lunge unersetzlich für die Welt. Und doch verschwindet er in erschreckendem Tempo. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Schatzkammer der Erde geplündert wird – nur für den Profit häufig zwielichtiger Firmen, die vor Ort dem Drogen- und Waffenhandel in nichts nachstehen.

Allein in Indonesien und Brasilien werden über 75 Prozent des Holzes illegal gefällt und weltweit verkauft. Laut Vereinten Nationen und Interpol beläuft sich der Wert von illegal geschlagenem Holz auf bis zu 10 Milliarden Euro pro Jahr. (mehr …)

Oury Jalloh: Die Verantwortung bleibt ungeklärt

Zum Urteil des Bundesgerichtshofes im Fall Oury Jalloh erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin:

Lupo/pixelio.de

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Das Urteil des Bundesgerichtshofes ist eine große Enttäuschung und wird dem Opfer Oury Jalloh nicht gerecht. Es ist beschämend, dass in einem Rechtsstaat ein Mensch in staatlichem Gewahrsam unter ungeklärten Umständen zu Tode kommen kann und die Todesumstände nun für immer ungeklärt bleiben werden. Was bleibt sind Unverständnis und Trauer über den Verlust des Menschen Oury Jalloh, dem keine Gerechtigkeit widerfahren ist.

 

Investitionsgrab Elbeausbau

Zur Antwort der Bundesregierung auf die schriftlichen Fragen zu Gütertransporten auf der Elbe erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutz:

Elbe_IDie Antwort der Bundesregierung auf meine schriftlichen Fragen zeigt erneut, dass die Elbe keine wirtschaftlich zu betreibende Wasserstraße ist und dass sich die Gütertransportmengen auch 2014 auf einem historischen Tiefststand bewegten: Die Menge ist im 1. Halbjahr 2014 im Vergleich zu 2013 um mehr als die Hälfte auf 0,2 Mio. Tonnen eingebrochen. Diese Daten zeigen zum wiederholten Male, dass gegen extreme Niedrigwasserstände keine Baumaßnahmen helfen, weil fehlendes Wasser nicht herbeigebaut werden kann. Die Wirtschaft zieht sich immer mehr von der Elbe als Transportweg zurück, weil es aufgrund der starken Wasserstandsschwankungen keine Planbarkeit gibt.

Das ist keine neue Erkenntnis, aber die Landesregierung in Sachsen-Anhalt und das Bundesverkehrsministerium ignorieren diesen Tatbestand seit Jahrzehnten und versenken Millionen Euro von Steuergeldern für ein Ziel, das nicht erreichbar ist: Die ganzjährige und planbare Befahrbarkeit der Wasserstraße Elbe.
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