Bahnhofsmission Halberstadt zu Besuch in Berlin

Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke besuchten gestern 12 ehrenamtlich Aktive der ökumenischen Bahnhofsmission Halberstadt den Bundestag in Berlin.

Foto- und Bildstelle, Deutscher Bundestag, 2014

Foto- und Bildstelle, Deutscher Bundestag, 2014

Im Gespräch mit der gebürtigen Dessauerin Steffi Lemke lernten die Besucher die Arbeit der grüne Bundestagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt kennen.

Außerdem hatten die Besucher viele Fragen an Steffi Lemke: es ging um die Rentenpolitik der Regierung, die Schulschließungen in Sachsen-Anhalt und die täglichen Herausforderungen in der Arbeit der Bahnhofsmission. (mehr …)

Biopiraterie: Bundesregierung muss das Nagoya-Protokoll endlich ratifizieren

Pupunha (Bactris gasipaes) {{PD-USGov-USDA}}

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Heute am 12. Oktober tritt das internationale Nagoya-Protokoll in Kraft – das den Zugang zu und die Nutzung von natürlichen genetischen Ressourcen behandelt. Dazu erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Es ist überfällig, dass endlich ein UN-Protokoll zum Stopp der Biopiraterie in Kraft tritt. Die Vereinnahmung von Heil- und Nutzpflanzen durch große Konzerne, ihre Monopolisierung und die damit einhergehende Verdrängung von lokalen Herstellern und Markstrukturen muss ein Ende haben. Mit über 20-jähriger Verspätung wird diesem dritten Ziel der 1992 beschlossenen Konvention über die biologische Vielfalt wenigstens zum Teil Rechnung getragen. Damit können die Herkunftsländer genetischer Ressourcen endlich auch an den Gewinnen aus deren Nutzung beteiligt werden. (mehr …)

Rede zum Jahresbericht der deutschen Einheit – Wir sind das Volk!

BStU-MfS- BV Halle- BdL 10- Bild-72Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich kann es irgendwie noch gar nicht glauben, dass es 25 Jahre her ist, dass das inzwischen so verdammt lange her ist, weil sich die Bilder aus dem Herbst 1989 – ich glaube, das geht allen so, die dabei waren; meine Kollegin Lazar hat das heute Morgen schon zum Ausdruck gebracht – so tief ins Gedächtnis eingebrannt haben.

Ich bin für diese Debatte anlässlich dieses Jubiläums sehr dankbar. Ich bin auch Ihnen, Frau Gleicke, sehr dankbar – ich komme darauf noch zurück -, weil dieses Jubiläum für unsere Gesellschaft eine riesengroße Chance ist, über die friedliche Revolution 1989 und vor allem über das, was danach kam, offen zu reden und anders darüber zu reden, als das bisher der Fall gewesen ist. Manchmal gab es dafür keine Gelegenheit. Hauptsächlich lag das aber daran, dass manche Dinge einfach unter den Teppich gekehrt worden sind, über die wir miteinander einmal sprechen sollten. (mehr …)

Internationale Gensuikin-Konferenz anlässlich des 69. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Japan 2Auf Einladung der japanischen Nichtregierungsorganisation Gensuikin habe ich vom 3. bis zum 9. August 2014 an der Internationalen Konferenz anlässlich des 69. Jahrestages der Atombombenabwürfe auf die Städte Hiroshima und Nagasaki teilgenommen. Am 6. August 1945 wurde über Hiroshima die erste im Krieg eingesetzte Atombombe abgeworfen. Schätzungsweise mehr als 70.000 Bewohner der westjapanischen Stadt waren sofort tot – sie verglühten im Bruchteil einer Sekunde. Bis Ende Dezember 1945 erhöhte sich die Zahl der Toten auf 140 000. Drei Tage nach dem ersten Einsatz warfen die Amerikaner am 9. August eine zweite Atombombe über der Stadt Nagasaki ab. Auch bei diesem Angriff ließen zahlreiche Menschen ihr Leben. Beide Städte wurden fast vollständig zerstört. Noch heute sterben Menschen an den Spätfolgen der atomaren Strahlung, die Anzahl der Langzeitopfer über Generationen hinweg ist nicht abschätzbar. (mehr …)