Öffentliches Fachgespräch: „Ocean Governance – Schutz der Weltmeere“

Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages tagt am Mittwoch den 13.02.2019 um 11:30  im Paul-Löbe-Haus Saal E.700 mit einem öffentlichen Fachgespräch zum Thema „Ocean Governance – Schutz der Weltmeere“. Thema des Fachgespräches ist der alarmierende Zustand der Weltmeere und wie diese in Zeiten von Klimakrise, Überfischung und industrieller Ausbeutung besser geschützt werden können. Als Sachverständige sind u.a. Sandra Schöttner vom Greenpeace e.V. und Sebastian Unger vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung e. V. eingeladen. (mehr …)

Bundesregierung schützt Alleen in Sachsen-Anhalt nicht

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Winterdienst und Alleenschutz“ der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Die über 33.000 Alleenbäume in Sachsen-Anhalt müssen besser geschützt werden. Die Bundesregierung nimmt den Schutz der Alleen nicht ernst. Statt beim Winterdienst an Alleen auf alternative Taustoffe oder Splitt zu setzen, schüttet die Regierung alle Straßen in Deutschland mit Tonnen von Salz zu. Im letzten Winter wurden allein in Sachsen-Anhalt mehr als 30.000 Tonnen Salz auf Autobahnen und Bundesstraßen gestreut – ohne Rücksicht auf die durch den heißen Sommer ohnehin schon stark belasteten Alleenbäume. (mehr …)

Bundestagsrede zum Antrag „Verschmutzung der Meere – Plastikflut unverzüglich stoppen“

Berlin, 01. Februar 2019. Steffi Lemke: „Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Im Sommer des letzten Jahres strandete zwischen Thailand und Malaysia ein Wal, erbrach fünf Tüten und verendete dann an diesem Strand. Ein Wissenschaftler konstatierte nach der Obduktion lapidar: „Mit 80 Plastiktüten im Magen stirbt ein Wal.“ Der NABU spricht davon, dass pro Jahr mindestens 1 Million Meeresvögel an Plastik verenden. In 90 Prozent der Nester von Basstölpeln auf Helgoland sind Plastikstricke oder andere Sachen verarbeitet, die dazu führen, dass sich Jungvögel strangulieren. (mehr …)

Wahlkreistag: Dessau-Roßlau wagt Wildnis

Foto: Olga Wollmann

Naturschutz in der Stadt wird in Zeiten von Insektensterben, Vogelsterben und industrieller Landwirtschaft immer wichtiger. Steffi Lemke: „Ich bin sehr froh, dass meine Heimatstadt Dessau-Roßlau mit dem Projekt „Städte wagen Wildnis“ ein Vorreiter in dem Bereich ist.“ Modern denken und daraus zukunftsweisende Modelle entwickeln – dafür steht Dessau-Roßlau seit nunmehr 100 Jahren. Für eine schrumpfende Stadt kann eine zukunftsweisende Antwort darin liegen, in Landschaftszügen durch den urbanen Raum Natur zuzulassen. Als eine von nur drei Modellstädten sammelt Dessau-Roßlau wertvolle Informationen und Erfahrungen im Umgang mit Flächen, die sich durch gezielte Steuerung und Pflege zu artenreichen Wiesen, Nutzflächen für Anwohner*innen oder Wildnisflächen als Rückzugsraum für Mensch und Tier entwickeln. Daraus entsteht eine neue Stadtlandschaft, die Kultur mit Natur verbindet und damit ein gesundes Stadtklima entwickelt. Arten- und Blütenreichtum sind so auch direkt in der Stadt erfahrbar. (mehr …)

EU-Kommission wirft Deutschland Versäumnisse beim Naturschutz vor

Ray Hennessy / unsplash

Steffi Lemke: „Im Bereich Klima- und Umweltschutz präsentiert sich Deutschland gerne als moralische Instanz. Diese Instanz bröckelt. Die EU Kommission hat Deutschland zu Recht aufgefordert, Gebiete von besonderer Bedeutung endlich unter Schutz zu stellen. Deutschland verletzt permanent europäisches Natur- und Umweltrecht, statt Umwelt und Natur zu schützen. Das ist nicht nur peinlich, sondern schadet unserer Luft, unserem Boden und Wasser sowie letztendlich der Gesundheit der Menschen. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie europäische Gesetzgebung in nationales Recht umsetzt und Natur- und Umweltschutzgesetzgebung nicht länger als Recht zweiter Klasse behandelt. Tiere, Pflanzen und einmalige Naturgebiete sind auf Regelwerke angewiesen. In Europa fehlen nach einer gestern veröffentlichten Studie bereits die Hälfte der Feldvögel. Was unsere Biodiversität braucht, ist die zügige Umsetzung und Kontrolle der bestehenden Regeln.“