Chance verpasst – Palmöl weiterhin im Tank

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„Zur heute im EU-Parlament beschlossenen Neufassung der Erneuerbaren Energien Richtlinie erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin: 

„Mit der heutigen Entscheidung hat das europäische Parlament erste Schritte gemacht, um der Naturzerstörung durch Agrotreibstoffe Einhalt zu gebieten. Klar ist aber: Das beschlossene Ausstiegsdatum 2030 für Biodiesel auf Pflanzenölbasis kommt zu spät und verlängert die sinnlose Umweltzerstörung um ein weiteres Jahrzehnt.  (mehr …)

Deutschland importiert Jagdtrophäen streng geschützter Arten

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Zur Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage zur Einfuhr von Jagdtrophäen streng geschützter Arten nach Deutschland erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Elefanten, Löwen, Nashörner und Co bedürfen unseres Schutzes – doch das Gegenteil ist hier der Fall. Es ist völlig absurd, dass ganz legal jede Menge Jagdtrophäen von streng geschützten Tieren auch nach Deutschland importiert werden dürfen. Viele dieser Tiere sind durch Wilderei und den Verlust von Lebensräumen durch die Auswirkungen der Klimakrise ohnehin schon vom Aussterben gefährdet. Dass ausgerechnet diese bedrohten Arten mit ihren Hörnern, Häuten oder Ohren als Souvenirs herhalten müssen, macht fassungslos. Angesichts der dramatischen Situation beim Artenschwund sollten Deutschland und Europa diese Praxis bei Jagdtrophäen überdenken und stoppen. Hier muss eine neue Bundesregierung dringend handeln.“ (mehr …)

Glyphosat: Gartengift außer Kontrolle

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Nachdem die meisten Baumärkte und Gartencenter Glyphosat-Produkte für den Privatgebrauch inzwischen aus ihren Regalen verbannt haben, sind Onlineshops ein wichtiger Umschlagplatz für den Pflanzenvernichter geworden. Dabei hält sich fast niemand an die Vorschriften, wie jetzt eine stichprobenartige Untersuchung im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion ergeben hat. 

Da es Produkte wie Roundup und Co inzwischen kaum noch in Baumärkten gibt, ist der Online-Handel inzwischen ein bedeutsamer Markt für den Kauf von Glyphosatprodukten geworden. Das birgt die Gefahr, dass es noch unkontrollierter abläuft und dass die vorgeschriebene Beratung noch weniger stattfindet als im Ladenverkauf. Im Untersuchungszeitraum vom 13.-21.12.2017 wurde versucht, 54 verschiedene Mittel, die Glpyhosat als Wirkstoff beinhalten, auf insgesamt 34 Online-Plattformen zu erwerben. (mehr …)

EU-Natur- und Umweltrecht einhalten

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Zur Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zu Vertragsverletzungsverfahren im Bereich Natur- und Umweltschutz erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Im Bereich Klima- und Umweltschutz präsentiert sich Deutschland gerne als moralische Instanz. Doch die Antwort auf meine Anfrage zeigt deutlich: Deutschland verletzt permanent europäisches Natur- und Umweltrecht. Das ist nicht nur peinlich, sondern schadet unserer Luft, unserem Boden und Wasser sowie letztendlich der Gesundheit der Menschen. Die letzte Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat den Schutz unserer Natur und Umwelt mit Füßen getreten, das zeigen die konstant hohen Zahlen von EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland. (mehr …)

Schutz des Steigerwalds bleibt Aufgabe

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Zum heute (21.12.2017) verkündeten Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig zur Aufhebungsverordnung über den ehemals geschützten Landschaftsbestandteil „Der Hohe Buchener Wald“ im Ebracher Forst, erklärt Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin:

„Mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts erlebt der Schutz der Natur im Steigerwald einen Rückschritt. Was bleibt, ist die große naturschutzfachliche Bedeutung des Steigerwalds mit seinen seltenen Rotbuchen-Urwaldbeständen. Er ist eine Schatzkammer der Artenvielfalt. Dem Urteil zufolge hat das Schutzgebiet lediglich eine Formalität nicht erfüllt. Die europäische und internationale Bedeutung der dortigen Naturschätze hingegen berührt der Rechtsspruch nicht. Klar ist, dass jetzt alles für den Erhalt und Schutz der letzten europäischen Naturrefugien getan werden muss. Festzuhalten bleibt, dass für die Erreichung der Ziele der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt und der Bekämpfung des Artensterbens ein gesamtgesellschaftliches Eintreten für den Naturschutz dringend erforderlich ist.“