Mehr als tausend Fälle von Wilderei

Wilderei ist auch in Deutschland ein Problem. Die Antwort auf Steffi Lemkes Kleine Anfrage zeigt, dass die Kriminalstatistik 1.020 Fälle von illegalen Tötungen von Wildtieren allein in 2017 erfasst hat. Diese Zahl ist seit mindestens 10 Jahren konstant hoch und beinhaltet noch nicht die hohe Dunkelziffer, aufgrund der mangelnden Erfassung.

Steffi Lemke: „Wilderei in Deutschland stellt zunehmend eine Bedrohung für die Artenvielfalt dar. Jährlich werden mehr als 1.000 Wildtiere illegal getötet. Darunter Luchse, Greifvögel und Eulen. (mehr …)

Steffi Lemke zum weltweiten Rückgang der Wildtier-Bestände

Zur Veröffentlichung des Living Planet Report 2018 des WWF erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Der Living Planet Report 2018 ist ein Weckruf. Die Staats- und Regierungschefs müssen das Artensterben endlich ernst nehmen, denn unsere Lebensgrundlagen sind dadurch massiv bedroht. Auch die Bundesregierung sollte ihren Regierungsauftrag jetzt endlich umsetzen und etwas für den Schutz von Artenreichtum und Ökosystemen tun. Seit Monaten sind nur Ankündigungen zu hören und werden Diskussionsforen abgehalten – passiert ist nichts. Es bleibt aber nicht mehr viel Zeit, denn genau wie bei der Klimakrise besteht die Gefahr, dass die Veränderungen nicht mehr beherrschbar sind, wenn Kipppunkte in den natürlichen Systemen überschritten werden.“

Resolution gegen das Insektensterben

Zur heute übergebenen Resolution gegen das Insektensterben erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Die vielen Stimmen aus der Wissenschaft für den Schutz der Insekten erreichen derzeit zwar das Umweltressort, prallen jedoch am Landwirtschaftsministerium ab. Die Bundesregierung muss endlich das Heft in die Hand nehmen, um Pestizid- und Düngeeinträge deutlich zu reduzieren und Naturelemente sowie den Biotopverbund in unseren Landschaften wirksam zu stärken. „