Vertrag zum Meeresschutz

Zu den heute gestarteten UN-Verhandlungen über einen Vertrag zum Meeresschutz erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Meeresgebieten außerhalb der Zuständigkeit von Staaten fehlt bisher ein Rechtsrahmen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität. Die Bundesregierung muss dazu beitragen, die Verhandlungen für das internationale Abkommen im Rahmen der UNCLOS zügig voranzutreiben und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Denn unsere Meere sind mit Plastik, Abfallstoffen, Chemikalien und Erdöl vermüllt, sind fast leergefischt und leiden unter der Klimakrise. Wir fordern neben umfassenden Maßnahmen zur Problembekämpfung, wie etwa der Reduktion von Plastikmüll, Meeresschutzgebiete von 30 Prozent der Meeresfläche, damit artenreiche Areale der Ozeane sich schnell erholen können.“

Grüner Aktionsplan gegen Plastikmüll

Unser Planet ist voller Plastik, überall. Ob im Eis der Antarktis, in den Quellbächen der Hochgebirge oder in den Meeren – selbst in den abgelegensten Ecken der Welt, weitab von Zivilisation, lässt sich Plastik nachweisen. Jedes Jahr landen weltweit mindestens 32 Millionen Tonnen Plastik in der Umwelt, 5 bis 13 Millionen Tonnen davon gelangen in die Meere. In einem erschreckenden Tempo werden die Ozeane zum Endlager für unseren Plastikmüll. (mehr …)

Anfrage an die Bundesregierung zeigt: Überdüngung geht weiter – Nährstoffeinträge in Ostsee gehen nicht zurück

Nährstoff- und Schadstoffeinträge aus Deutschland in die Ostsee stagnieren seit mehr als 10 Jahren, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage der naturschutzpolitischen Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Steffi Lemke. Der überwiegende Teil des Stickstoffs (80%) sei auf die industrielle Landwirtschaft zurückzuführen.

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Fische und Fischereiprodukte aus IUU-Fischerei landen weiterhin in Deutschland

Zwischen 2014 und 2017 wurden jährlich zwischen 4.000 und 6.000 Sendungen von Fisch und Fischereiprodukten aus Ländern importiert, die als risikobelastet eingestuft werden. So die Ergebnisse der Parlamentarischen Anfragen zu Umweltkriminalität und IUU Fischerei. Dazu erklärt Steffi Lemke:

„Die Staatengemeinschaft schafft es seit Jahrzehnten nicht nachhaltige wissenschaftliche Quoten für die Fischerei festzulegen. Auch in Deutschland und Europa werden die vorgeschlagenen Quoten überschritten und belasten die Meeresökosysteme massiv. 90% unserer Weltmeere sind entweder überfischt oder werden bis an ihre maximale Grenze befischt – mit katastrophalen ökologischen und sozialen Konsequenzen. Durch die illegale, unregulierte und undokumentierte (IUU) Fischerei werden bereits überfischte Bestände noch zusätzlich belastet. Trotz einer umfangreichen und ehrgeizigen Verordnung gelingt es der EU seit nunmehr 8 Jahren nicht, die Einfuhr von Fischen und Fischereiprodukten aus IUU-Fischerei zu unterbinden und erfolgreich zu bekämpfen. (mehr …)

Elfenbeinhandel in Deutschland hat erschreckendes Ausmaß

Die Antwort auf Steffi Lemkes Kleine Anfrage zum Handel mit Elfenbein zeigt, dass weiterhin legal in Deutschland mit Elfenbein gehandelt wird.  Zwischen 2012-2014 wurden 67 Elfenbein-Stoßzähne legal aus Deutschland nach China und Vietnam exportiert, Zahlen zum innereuropäischen Handel werden hier nicht erfasst. Zwischen 2012-2018 wurden mehr (mehr …)