Umweltproblem Mikroplastik – Schulprojekt

Mikroplastik ist eines der drängendsten aktuellen Umweltprobleme: Kleinste Plastikpartikel, beigemischt in Kosmetika oder als zerriebene Partikel größerer Plastikabfälle, verteilen sich in unserer Natur und den Weltmeeren. Die Schülerin Franziska Vollmer von der Freien Waldorfschule Esslingen (Baden-Württemberg) hat sich in ihrer Jahresarbeit mit diesem hochpolitischen Thema auseinandergesetzt, die Hintergründe und die Problematik anschaulich erläutert und dazu auch Steffi Lemke MdB im Deutschen Bundestag interviewt.  (mehr …)

Vogeljagd in Schutzgebieten weiterhin erlaubt

Foto: David Clode / Unsplash

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche Arten. Vor allem für Zugvogelarten wie Ringelgans, Kiebitzregenpfeifer und Alpenstrandläufer ist dieses geschützte Gebiet existentiell. Hier finden sie störungsfreie Rastplätze und ausreichend Nahrung, um die Reise bis ins südliche Afrika zu bewältigen.

Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden auf einigen der bewohnten Inseln Pachtverträge für die Jagd von Kaninchen oder Waldschnepfen vergeben, letztere vor allem beliebt zur Trophäenjagd. Selbst in den Ruhezonen ist eine Bejagung von Wasservögeln an 10 Tagen pro Jahr erlaubt. Problematisch für Zugvögel, unabhängig vom Schutzstatus, sind Jagdaktivitäten an sich, die Störungen in den Ruhezonen verursachen. Die Nationalparkverwaltung fordert insbesondere den Einsatz von Jagdhunden und Falken einzuschränken. (mehr …)

Rede zum Umwelthaushalt am 20.11.2018

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zur Stunde tagt in Scharm al‑Scheich in Ägypten die CBD. Das ist quasi der Weltklimarat für Naturschutz, für biologische Vielfalt. Auf der Tagesordnung steht dort heute die biologische Vielfalt in Meeres- und Küstengebieten. (mehr …)

Wir brauchen ein Nothilfeprogramm für den Erhalt biologischer Vielfalt

Zum Auftakt der 14. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention für Biologische Vielfalt (CBD) am 17. November in Sharm El-Sheikh / Ägypten erklärt Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Auch wenn offiziell erst im Jahr 2020 vom Weltrat für Biodiversität Resümee gezogen wird, ist schon heute klar, dass die Uhr beim Artensterben auf fünf vor Zwölf steht und wir drohen die Ziele zum Erhalt der Biodiversität meilenweit zu verfehlen. Vögel und Insekten sterben aus, Meere werden leer gefischt, die Klimakrise setzt Ökosystemen weltweit zu und Tropenwälder werden durch Abholzung zerstört, weil zu viele Staats- und Regierungschef, die selbstgesteckten Ziele zum Schutz der Biodiversität ignorieren. Eine Trendumkehr ist dringend erforderlich, denn der Verlust an Artenvielfalt bedroht die Grundlagen unserer Existenz. (mehr …)

Meeresschutzgebiete: Bundesregierung knickt vor Dänemark ein

Im Jahr 2004 wurden die deutschen Meeresschutzgebiete in der Nord- und Ostsee ausgewiesen. Doch anders als der Name vermuten lässt, gibt es bisher keinerlei Regeln oder Einschränkungen für wirtschaftliche Aktivitäten wie dem Kiesabbau oder der Fischerei.

Im vergangenen Jahr wurden dann endlich – nach 13 langen Jahren des Wartens – die sogenannten Schutzgebietsverordnungen für die Schutzgebiete in der Nordsee von der Bundesregierung beschlossen. Das bedeutet erstmals: existierende Regeln für Schutzgebiete in der Nordsee. Die dort vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen hätten eine konkrete Verbesserung der Lebenssituation für viele Schutzgüter wie zum Beispiel den Schweinswalen ermöglicht. Auch die Fischerei in Naturschutzgebieten (!) sollte endlich weiträumig eingeschränkt werden.

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