Verschmutzung der Meere – Plastikflut unverzüglich stoppen

Steffi Lemke parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Naturschutzpolitik, erklärt:

„Unsere Weltmeere sind in einer historischen Krise. Niemals zuvor war ihre Belastung so dramatisch: Die Überfischung schreitet weiter voran, sauerstoffarme Todeszonen – wie in der Ostsee – breiten sich aus, die Klimakrise erhitzt und versauert das Wasser. In einem atemberaubenden Tempo wird der Ozean zum Endlager für unseren Plastikmüll. Somit droht dem größten Lebensraum unserer Welt unwiderruflich die Zerstörung.

Global braucht es ein Abkommen, dass verbindliche Reduktionsziele für Plastikverpackungen festlegt und den Eintrag von Plastik in die Meere stoppt. National fehlt es am politischen Willen und konkreten Maßnahmen der Bundesregierung. Deutschland ist im Europavergleich Schlusslicht bei der Vermeidung von Verpackungsmüll und hat seine Rolle als Vorreiter längst eingebüßt.

Während die EU-Kommission, Schweden und Frankreich mit Verboten für Einmalprodukte und Mikroplastik in Kosmetika vorangehen, setzt die Bundesregierung weiter auf freiwillige Verpflichtungen der Hersteller und verfehlt eigens gesteckte Ziele wie die Mehrwegquote.

Durch das politische Versagen der Bundesregierung strömt jede Sekunde große Mengen Plastik durch deutsche Flüsse in die Nord- und Ostsee. Die ohnehin schon stark belasteten Meere werden dadurch permanent weiter verschmutzt.  

 

Kernaussagen des Antrages:

  • Die Verschmutzung der Meere mit Plastik erreicht immer bedrohlichere Ausmaße. Immer neue Zielformulierung in Aktionsplänen der G20 oder G7 ersetzen nicht das politische Handeln und die längst überfälligen Maßnahmen zur Reduktion von Plastikverpackungen weltweit.

 

  • Global fordern wir ähnlich dem erfolgreichen Montreal Protokolls zur Reduktion von ozonschädlichen FCKW-Gasen, eine Internationale Plastikkonvention mit verbindlichen Reduktionszielen für die Mitgliedsstaaten und dem Stopp von Plastik Emissionen in die Weltmeere.

 

  • Wir fordern ein Exportverbot von Abfällen in „Müllproblem-Länder“ Süd-Ost Asiens. Vielmehr müssen wir in Deutschland und Europa die Müllproduktion drastisch reduzieren. Dafür braucht es eine Plastikstrategie für Deutschland. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat mir ihrem Aktionsplan gegen Plastikmüll einen Plan vorgelegt.

Den Antrag dazu finden Sie HIER

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