Aktionsprogramm Insektenschutz

Zum heute im Rahmen des 9. Nationalen Forum für Biologische Vielfalt diskutierten „Aktionsprogramm Insektenschutz“ erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die vorgestellten Maßnahmen sind zu schwach und werden das Insektensterben nicht stoppen. Frau Schulze startet mit einem schwachen Entwurf in die Ressortabstimmung. Dass ihre Ministerkollegen ihr den Rücken für mehr Naturschutz stärken, ist nicht zu erwarten. Beim Artensterben ist es jedoch fünf nach zwölf. Die Wissenschaft sieht hier einer der planetaren Grenzen bereits überschritten. Wir können uns also keine Blümchenpapiere mehr leisten, sondern benötigen konsequentes Handeln, damit wir wichtige Funktionen für das Leben auf unserer Erde erhalten. Dazu müssen wir an die Ursachen heran: Für eine bienen- und artenfreundliche Landwirtschaft braucht es ein Pestizidreduktionsprogramm, den Glyphosatausstieg in dieser Wahlperiode und das sofortige Ende der direkten Bienengifte. Bei der europäischen Agrarförderung muss gelten: Öffentliches Geld nur noch für gesellschaftliche Leistungen. Zudem brauchen wir endlich eine wirksame Gesetzgebung zur Reduktion von Dünge- und Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer. Ein Förderpaket von 5,6 Millionen Euro für Insektenschutz-Projekte, wie von Ministerin Klöckner vorgeschlagen, richtet da nicht viel aus.“

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