Tropenschutz ist Klimaschutz

Zum Tag der Tropenwälder erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Tropenwälder sind die grüne Lunge unseres Planeten, sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Obwohl die Bedeutung des Tropenwaldes für das Klima und den Artenreichtum längst bekannt ist, verliert unsere Erde alle zwei Sekunden wertvollen Tropenwald von der Fläche eines Fußballfeldes.

Mit dem Verlust des Tropenwaldes verschwinden auch immer mehr Arten. Besonders betroffen ist der Atlantische Regenwald (Mata Atlantica) im Osten Brasiliens. Er wächst derzeit nur noch auf etwa zehn Prozent der ursprünglichen Fläche. Der Raubbau und die Erhitzung unseres Planeten räuchern die grüne Lunge unseres Planeten aus.

Eine Studie der internationalen Organisation Birdlife International kommt zu dem Ergebnis, dass mindestens acht Vogelarten allein in den vergangenen Jahrzehnten höchstwahrscheinlich oder mit Sicherheit in der Wildnis oder sogar komplett ausgestorben sind. Fünf der acht Vogelarten stammen aus Südamerika, wo die Regenwaldgebiete stark schrumpfen.

Es ist paradox: die Staatengemeinschaft hat sich mit dem Pariser Klimaabkommen das Ziel gesetzt, die Erhitzung unseres Planeten auf maximal zwei Grad zu beschränken, doch der Raubbau an den Tropen- und Urwäldern weltweit geht ungehindert weiter. Die Wälder als wichtiger Speicher für Kohlenstoff gehen so verloren. Permanent fallen Wälder der wirtschaftlichen Ausbeutung zum Opfer.

Auch in Deutschland wird sinnlos Wald abgeholzt und die Klimakrise durch Kohleverstromung angeheizt. Die Bundesregierung muss ihren Klimaschutzverpflichtungen nachkommen. Es ist fatal, dass der einstige Klimavorreiter Deutschland die eigenen Klimaschutzziele meilenweilt verfehlt und das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens in Gefahr sind und die Klimakrise unumkehrbar wird.“

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