Bürger der Bundesregierung beim Natur- und Meeresschutz weit voraus – Bundesregierung muss jetzt handeln

Zur heute vorgestellten Naturbewusstseinsstudie des Bundesamtes für Naturschutz erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Natur- und Umweltschutz genießen bei den Bürgern riesengroßen Rückhalt, wie die neue Naturbewusstseinsstudie zeigt. Gleichzeitig offenbart die Studie die eklatante Lücke zwischen dem Anspruch der Menschen und der politischen Realität. Denn die positive Stimmung für den Umwelt- und Meeresschutz in Deutschland findet im Handeln der Bunderegierung leider keine Entsprechung. Die Studie ist eine deutliche Aufforderung an die Bundesregierung, endlich zu handeln.

Besonders den Meeresschutz und der Kampf gegen Müll im Meer schreiben die Bürger der Bundesregierung ins Stammbuch. Während sich die Bürger strengere Regeln in Meeresschutzgebieten und eine naturverträgliche Fischerei wünschen, bleibt die Bundesregierung seit mehr als einem Jahrzehnt tatenlos: Elf Jahre nach Ausweisung der deutschen Schutzgebiete findet dort immer noch naturzerstörerische Fischerei statt. Mehrmals im Jahr wird der Meeresboden umgepflügt. Das muss endlich ein Ende haben.

Ich freue mich auch über die deutliche Zustimmung der Bürger zur gentechnikfreien Landwirtschaft. Gentechnik hat auf dem Acker nichts verloren. Die weiterhin hohe Zustimmung zur Energiewende in der Bevölkerung zeigt, dass die Menschen besser als die Bundesregierung verstehen, wie nah die Klimakrise uns kommt und dass eine naturverträgliche Energiewende hier der richtige Weg ist.

Auch der Wert und der Verlust der biologischen Vielfalt sind den Menschen bewusst und sie sehen hier richtigerweise die Regierung in der Pflicht. Wir fordern von der Bundesregierung, die Ergebnisse endlich ernst zu nehmen und statt Lippenbekenntnissen und Blümchenpapieren endlich eine Agrarwende zu beginnen und dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen und der Schöpfung den Stellenwert zu geben, den er bei den Bürgern hat.“

Weitere Informationen:

Die Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz LINK

Die Studie LINK

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