Tag des Wolfes

Meine Videobotschaft zum Tag des Wolfes:

Grüne Aktivitäten zum Thema Wolf im Bundestag:

Derzeit wird im Bundestag lebhaft über die Rückkehr des Wolfes und den damit verbundenen Herausforderungen diskutiert. Nach einer ersten Debatte im Plenum des deutschen Bundestages Anfang des Jahres (hier meine Rede zum Wolf), gab es am 18. April eine öffentliche Anhörung im federführenden Umweltausschuss des Deutschen Bundestags. Grundlage der Anhörung war unter anderem unser grüner Antrag „Rückkehr des Wolfes – Artenschutz und Herdenschutz zusammen denken“. Als Sachverständigen haben wir Herrn Andreas Schenk vom Bundesverband Berufsschäfer e.V. eingeladen. Wir haben uns diesmal gegen die Einladung eines klassischen Naturschutzverbandes entschieden, weil sich die Diskussion aktuell insbesondere um die prekäre Situation der Weidetierhaltung und deren zusätzlicher Belastung durch den Wolf dreht. Der Bundesverband Berufsschäfer e.V. hat in seiner Stellungnahme (PDF verlinken) deutlich gemacht, nicht der Wolf ist verantwortlich für die existenzbedrohende Lage der Schäferinnen und Schäfer, sondern die mangelhaften Förderstrukturen für die extensive Weidetierhaltung. In unserem Antrag fordern wir deswegen eine Weidetierprämie, die ab 2019 von der Bundesregierung direkt ausgezahlt werden kann. Es braucht außerdem ein Kompetenzzentrum des Bundes zum Herdenschutz und mehr finanzielle Förderung für Herdenschutzmaßnahmen.

In unserem Antrag formulieren wir Lösungen für die Herausforderungen, die das Zusammenleben mit dem Wolf mit sich bringen. Während der Debatte im Plenum und der Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestags wurde deutlich, dass FDP, CDU und AfD an diesen Lösungen kaum Interesse zeigen. Sie schüren Ängste, verstricken sich in Fake-Diskussionen um die Genetik und Hybridisierung von Wölfen und bieten Scheinlösungen wie Bestandsregulierung und Aufnahme ins Jagdrecht.

Weidetierhaltung retten:

Die Weidetierhaltung ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Die jahrelange Tatenlosigkeit der Bundesregierung hat Schäferinnen und Schäfer in eine existenzbedrohende Situation gebracht. Laut Bundesverband der Berufsschäfer ging zwischen 2010 und 2016 die Zahl der haupterwerblichen Schäfereien um 13% auf 989 Betriebe zurück. Berufsschäfer stellen 0,4% der landwirtschaftlichen Betriebe, bewirtschaften aber 6,4 % des Dauergrünlandes und leisten damit einen entscheidenden Beitrag für den Naturschutz und die Artenvielfalt.

Aufgrund der bedrohlichen Lage der Weidetierhaltung in Deutschland haben wir Grüne gemeinsam mit der Fraktion ‚Die Linke‘ einen weiteren Antrag vorgelegt der die Bundesregierung auffordert ab 2019 eine Weidetierprämie einzuführen.

FAQ zum Wolf:

Die Rückkehr des Wolfes wirft bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Fragen auf. Auf der Seite der grünen Bundestagsfraktion bieten wir in einem FAQ Antworten für die drängendsten Fragen an. Hier geht’s lang zum FAQ. 

 

Berichte und Artikel zur Rückkehr des Wolfes:

 

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