Artensterben stoppen!

Vom Aussterben bedrohtes Kurzschwanz-Känguru (Quokka).

Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Das Artensterben geht ungebremst weiter – inzwischen gilt ein Drittel aller Arten weltweit als akut bedroht. Dieser Verlust an Tieren und Pflanzen ist unumkehrbar und bringt kaum kalkulierbare Risiken für unser Ökosystem, das wie ein Netz funktioniert. Fehlen immer mehr Arten, bricht das Netz irgendwann zusammen und wir verlieren damit unsere Lebensgrundlagen und die der kommenden Generationen. Allein in Deutschland stehen 32.000 Tiere, Pflanzen und Pilze auf der Roten Liste – ein Drittel dieser Arten sind im Bestand gefährdet oder bereits ausgestorben. Die letzten vier Jahre unter CDU/CSU und SPD waren verlorene Jahre für den Artenschutz, der Abwärtstrend des Artensterbens ging ungebremst weiter. Die Liste der Versäumnisse dieser Koalition ist lang. Dass Studien den dramatischen Verlust von Insekten und Vögeln in Deutschland zeigen, muss ein Weckruf an die neue Bundesregierung sein. Diese muss handeln, bevor der Frühling verstummt und Felder und Wälder leer sind. Einzelmaßnahmen zum Monitoring werden nicht ausreichen, um das Artensterben bis 2020, wie sich Deutschland vielfach international verpflichtet hat, zu stoppen. Wir brauchen eine Trendwende im Artenschutz, die denen größten Verursachern des Artensterbens Einhalt gebietet. Daher muss der Schutz des Artenreichtums eine wirkliche Querschnittsaufgabe und Maxime in allen Ressorts werden. Am Dringendsten bedarf es einer Agrarwende: weg von Gift auf dem Acker, weg von einer Landwirtschaft, die die Natur ausnutzt und gegen den Artenreichtum arbeitet, hin zu einer besseres Umsetzung und Finanzierung des Naturschutzes.

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