Orang-Utans auf Borneo sterben aus

© scornish/flickr (CC BY 2.0)

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Zu den Ergebnissen einer Langzeit-Studie, veröffentlicht im Fachjournal Current Biolog, zu den immer dramatischeren Ausmaßen des Sterbens von Orang-Utans erklärt Steffi Lemke, naturschutzpolitische Sprecherin:

„Der Orang-Utan auf Borneo wird aussterben, wenn der tropische Regenwald mit seiner Artenvielfalt, seiner Bedeutung als Wasser- und Kohlenstoffspeicher und seiner wichtigen Rolle für das Klima  als Lebensraum nicht endlich geschützt wird. Palmöl und Holzeinschlag sind Haupttreiber für die Zerstörung von Regenwald und den Tod unzähliger Orang-Utans – mit allen negativen Konsequenzen für Artenvielfalt und Klima, für Land- und Menschenrechte. Gesetzliche Mindeststandards für die Erzeugung und die Einfuhr von Palmöl sind unabdingbar. Nur so können Verbraucher, Umwelt und Menschen in den Produktionsländern zuverlässig geschützt werden. Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie nicht die Hände in den Schoß legt und der Abholzung der Regenwälder tatenlos zusieht.

Die Bundesregierung muss mehr für den Schutz der tropischen Wälder tun. Wir brauchen Produkte, deren Preise die Wahrheit sagen, also auch die Zerstörung auf Kosten anderer einpreist. Wir brauchen wir eine Reduktionsstrategie für den Verbrauch von Palmöl in allen Sektoren und ein Importverbot von Palmöl, das nicht sozialen und ökologischen Mindestanforderungen entspricht. Auf EU-Ebene braucht schnell einen Aktionsplan gegen die weltweite Entwaldung, der entwaldungsfreie Lieferketten in den Fokus nimmt.“

 

Hintergrund:

Laut Studie sind zwischen 1999 und 2015 die Anzahl der Orang-Utans auf Borneo so stark zurückgegangen, dass sich Population mehr als halbiert hat. Am schlimmsten ist der Rückgang in Gebieten, die abgeholzt oder in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt werden

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