Tropenwaldschutz ist Klimaschutz: Kahlschlag stoppen

Zum Tag der Tropenwälder erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Tropenwälder sind die grüne Lunge unseres Planeten, sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Doch der Raubbau und die Erhitzung unseres Planeten setzen diesen Schatzkammern der Artenvielfalt massiv zu. Es ist paradox: die Staatengemeinschaft hat sich mit dem Pariser Klimaabkommen das Ziel gesetzt, die Erhitzung unseres Planeten auf maximal 2 Grad zu beschränken, doch der Raubbau an den Tropen- und Urwäldern weltweit geht ungehindert weiter. Die Wälder als wichtiger Speicher für Kohlenstoff gehen so verloren. Permanent fallen Wälder der wirtschaftlichen Ausbeutung zum Opfer. Die Planungen der brasilianischen Regierung für eine Goldmine mitten im geschützten Amazonasgebiet konnte von nationalen Gerichten im letzten Moment zum Glück vorerst gestoppt werden. Andere Gebiete fallen den Planierraupen ungehindert zum Opfer. Auch in Europa kämpft einer der letzten Urwälder um sein Überleben. Die polnische Regierung betreibt Raubbau an den ältesten und höchsten Bäumen Europas. Um dem internationalen Klimaschutzes und europäischen Naturschutzrecht gerecht zu werden, muss die polnische Regierung die Rodungen stoppen. Denn nur wenn Europa als gutes Beispiel voran geht und in Umweltfragen mit einer Stimme spricht, kann es seinen Einfluss auch international geltend machen. Dies bedeutet, dass auch die Bundesregierung endlich ihren Klimaschutzverpflichtungen nachkommen muss. Es ist fatal, dass der einstige Klimavorreiter Deutschland die eigenen Klimaschutzziele meilenweilt verfehlt und das Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens schon heute in Gefahr sind.  

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