Stummer Frühling -Verlust von Vogelarten

Zu den Antworten der Kleinen Anfrage „Stummer Frühling – Verlust von Vogelarten“ (Drs. 18/1812195) erklärt Steffi Lemke, naturschutzpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion:

„Die Situation der Vögel ist dramatisch. Seit 1980 haben wir mindestens 300 Millionen Brutpaare in der EU verloren. Am stärksten sind die Arten der Agrarlandschaft betroffen: Feldlerche, Kiebitz, Braunkehlchen, Uferschnepfe und Rebhuhn können wir kaum noch beobachten und ihren Gesang hören. Ihre Bestände sind um bis 80% seit 1990 zurückgegangen. Es droht ein stummer Frühling. Ausgeräumte Landschaften, der Einsatz von Pestiziden und der Rückgang von Nahrung schwächen die Populationen. Das Arten- und Vogelsterben schreitet voran, doch die Bundesregierung bleibt tatenlos. Wir brauchen eine Agrarwende, die es ernst meint mit einer Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, die Schluss macht mit dem massiven Gifteinsatz auf den Feldern und die monotone Agrarlandschaft abschafft. Die Bundesregierung ist aufgefordert Gelder zu Gunsten des Naturschutzes umzuschichten, das wäre bereits jetzt schon möglich. In der nächsten Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2020 soll es nur noch öffentliches Geld für öffentliche Leistungen geben. Um den Artenschutz zu stärken, ist dann auch ein eigener Fonds für Naturschutz notwendig.“

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