Vorstellung des Gesamtkonzeptes zur Elbe

Auf der zweiten Regionalkonferenz zum Gesamtkonzept Elbe (Link)  wurden am 27. März 2017 das Konzept von Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium sowie die nächsten Schritte im Dom in Magdeburg vorgestellt und diskutiert.

Ziel ist es einen Ausgleich der Interessen an der Elbe: zwischen der Nutzung als Wasserweg und Umweltschutz, zwischen Wasserwirtschaft und Erhalt des wertvollen Naturraum. Dafür stellt das Konzept einen Handlungsrahmen mit 55 Maßnahmenoptionen dar. Die Maßnahmen thematisieren die Erosionsbekämpfung, denn die Elbe tieft sich jährlich um 2cm ein, Auen trocknen aus – mit fatalen Folgen für die Natur. Auch die Themen Hochwasserschutz, Nährstoffreduzierung und Schiffbarkeit sind mit Maßnahmen belegt.

Steffi Lemke stellt fest, „Das Gesamtkonzept Elbe in ist ein relevanter Fortschritt. Es ist ein Rahmen, der gefüllt werden muss – mit Details, mit Finanzen, mit Substanz. Was fehlt, ist einen quantitativ beschriebenes Ziel zum Stopp der Sohlenerosion.

Die Arbeit am Gesamtkonzept Elbe muss nun fortgesetzt und konkretisiert werden, um die wertvolle Landschaft mit ihrem einmaligen Natur- und Kulturerbe zu bewahren und sie vor Erosion der Sohle und Austrocknung der Auen zu schützen.“

Dies ist auch für den Tourismus wichtig: Die Elbe ist ein Touristenmagnet –  reizvolle Natur und einzigartige Landschaft locken die Reisenden hierher. Mit einem Umsatz von bis zu 100 Mio. Euro pro Jahr ist der Elbe-Tourismus ein wesentlicher Wirtschaftsmotor der Region.

Naturnahe Flüsse und ihre Auen bilden das ökologische Rückgrat unserer Landschaften. Sie sind die artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas – unsere „Hotspots“ der Biodiversität. Fast alle großen Ströme in Deutschland sind weitgehend kanalisiert, gestaut und begradigt. Die Elbe bildet eine inzwischen einmalige Ausnahme. Hier gibt es viele Tier- und Pflanzenarten, die anderswo schon längst ausgestorben sind.

Die Mittlere und Obere Elbe ist der letzte freifließende, auf 600 Kilometer ungestaute Strom in Deutschland. An ihren Ufern wachsen die größten Auenwälder Mitteleuropas; hier gibt es noch unverbaute helle Sandstrände. Die Flusslandschaft ist einzigartig und vielfach geschützt. Fast der gesamte Lauf der deutschen Elbe ist europäisches Schutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat); auf 400 Kilometern Länge erstreckt sich das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, das größte Schutzgebiet in Deutschland. Ihre Auen sind die „Hotspots“ der Biodiversität in der Bundesrepublik. An der Elbe findet sich auch Kulturerbe internationaler Bedeutung; sie ist Teil der UNESCO Welterbestätten Dessau-Wörlitzer Gartenreich und Dresdner Elbwiesen.

Stellungnahme der Umweltorganisationen und der Bürgerinitiative Pro Elbe zum Gesamtkonzept Elbe 

Votum der Vertreter von Kirchen zum Gesamtkonzept Elbe  

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