Bienenkonferenz: Mehr Schaden als Nutzen durch Schmidts Agrarpolitik

Tilo Bremer (CC BY-NC 2.0 DE)

Tilo Bremer (CC BY-NC 2.0 DE)

Zur Eröffnung der dritten nationalen Bienenkonferenz durch Landwirtschaftsminister Schmidt erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Während Frankreich auf das Bienensterben reagiert und das Aus für bienengiftige Pestizide (Neonikotinoide) beschlossen hat, rührt Schmidt keinen Finger.

Im Gegenteil: Mit netten Bienen-Apps und Bienenkonferenzen lenkt der Minister von seiner eigentlichen Aufgabe ab: Agrarpolitik so zu ändern, dass Bestäuber genügend Nahrung finden und nicht Pestiziden zum Opfer fallen. Die Verleihung des Negativpreises „Schwarzer Pinsel“ an Schmidt durch den Berufsimkerverband DBIB zeigt, wie schlecht das Zeugnis für den Landwirtschaftsminister durch die Betroffenen ausfällt.

Schmidt handelt gegen den Bienenschutz, wenn er sich für den weiteren Einsatz von Pestiziden auf Ökologischen Vorrangflächen stark macht, die auch Bestäubern Lebensraum bieten sollen. Und mit seinem untauglichen Entwurf für ein neues Gentechnikgesetz provoziert Schmidt geradezu ein Scheitern bundesweiter und rechtssicherer Gentech-Anbauverbote, welche auch die Vertreter der Imkerei einfordern.

Christian Schmidt muss endlich etwas für den Bienenschutz tun, statt nur über ihn zu reden – und immer wieder Maßnahmen zu blockieren, die wirklich helfen könnten.

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