„FREIE WAHLEN – BEGINN UND KERNBESTAND DER DEMOKRATIE“

Rückblick auf die DDR-Kommunalwahl am 7. Mai 1989 –
Ausblick im Superwahljahr auf die Zukunft der Demokratie

Die Kommunalwahlen am 7. Mai 1989 markieren eine Zäsur in der politischen Entwicklung der DDR, die bis zu diesem Zeitpunkt zwar eine Deutsche aber keine Demokratische Republik war. Wahlgänge, die ihren Namen verdienten, wurden als propagandistischer Beweis der allegemeinen Zustimmung zur Politik der SED-Partei- und Staatsführung zelebriert.

Dies änderte sich erst als die DDR-Opposition Anfang 1989 einen Aufruf zu Wahlboykott und -kontrolle veröffentlichte. Die Überwachung der Stimmauszählung in vielen Wahllokalen der DDR brachte dann auch eine extreme Abweichung zu dem verkündeten Wahlergebnis zu Tage. Die Kontrolle der Scheinwahl vom Mai 1989 durch die Opposition war ein Schlüsselergebnis der friedlichen Revolution 1989 und führte 1990 zu den ersten freien Wahlen in der DDR.

Diese Wahlen weckten hohe Erwartungen. Die Erfüllung dieser Erwartungen aber auch der generelle Wert von Wahlen oder die Ursachen für zunehmende Wahlabstinenz sollen im Focus der Diskussion stehen.

18.00 Uhr – Begrüßung durch Steffi Lemke (Bundesvorstand)

18.15 Uhr – „Vom Zettelfalten zum freien Wählen – die Demokratisierung der DDR“ Vortrag von Dr. Hans-Michael Kloth

18.45 Uhr – „Von der Wahlfälschung zur Montagsdemo – Aufbruch in die Demokratie“
Podiumsdiskussion mit:
– Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk
– Holger Kulick
– Ulrike Poppe
– Kai Biermann
– Alfred Eichhorn (Moderation)

Ort: Berlin,  Haus der Demokratie
Zeit: 28. April 2009, 18:00 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung hier.

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