Energiewende retten statt Erneuerbare Energien abwürgen

Anlässlich der Proteste der Erneuerbaren-Branche gegen die Pläne der Bundesregierung für eine EEG-Novelle erklärt die Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke:

Angesichts des Pariser Klimaschutzabkommens brauchen wir mehr statt weniger Erneuerbare Energien.
Gerade der Angriff auf die Windenergie trifft Sachsen-Anhalt hart. Kein anderes Bundesland profitiert bei den Arbeitsplätzen mehr vom Ausbau der Windenergie. Allein in Magdeburg als größtem Produktionsstandort der deutschen Windindustrie hängen rund 5000 Arbeitsplätze direkt an der Windindustrie. Mehrere tausend direkte und indirekte Arbeitsplätze in der Windbranche sind auf das ganze Bundesland verteilt und stärken den ländlichen Raum.
Sachsen-Anhalt musste schon beim Zusammenbruch der Solarindustrie stärker bluten als alle anderen Bundesländer. Das darf nicht noch mal passieren. Diesmal ist auch keine chinesische Konkurrenz daran schuld. Diesmal wäre allein die GroKo verantwortlich.
Wir Grünen werden uns den Plänen der Bundesregierung vehement entgegenstellen. Wir unterstützen die Proteste der Unternehmen und der Gewerkschaften. Für uns steht fest, der Ausbau Erneuerbarer Energien muss beschleunigt statt ausgebremst werden. Das gilt vor allem auch für die Windenergie an Land. Wir brauchen keine Obergrenzen für Erneuerbare, um das nicht-nachhaltige Geschäftsmodell der Kohlekonzerne über die Zeit zu retten. Die Akteursvielfalt der Energiewende muss erhalten bleiben. Bürgerenergien sind das Rückgrat der Energiewende und dürfen nicht dem bürokratischen Ausschreibungswahn geopfert werden.

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