Palmöl: Raubbau an der Natur stoppen

Manantenina bushfire by Diorit CC BY-SA 3.0 @wikimedia.org

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Zum Staatsbesuch des indonesischen Präsidenten Joko Widodo erklären Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Die Bundesregierung muss die Regierungsgespräche nutzen, um bessere Anbaubedingungen für Palmöl einzufordern. Statt umweltschädlicher Großplantagen, die zur Vertreibung der Landbevölkerung und zur Zerstörung der Biodiversität führen, muss durch verbindliche Umwelt- und Sozialstandards nachhaltiger Anbau gefördert werden. Auch die Europäische Union steht in der Pflicht. Es braucht ein europäisches Importverbot für Palmöl, das keine sozialen und ökologischen Mindeststandards erfüllt.

Die Kennzeichnungspflicht für Palmöl muss verbindlich auf alle Produkte ausgeweitet werden. Die Zeit der freiwilligen Initiativen im Siegel-Dschungel ist eindeutig vorbei. Nur verbindliche Standards können Verbraucherinnen und Verbraucher davor schützen Palmöl zu konsumieren, das unter unmenschlichen Bedingungen und zu Lasten der Umwelt produziert wurde.

Indonesien als größter Palmölexporteur der Welt verliert aufgrund des Raubbaus große Teile seiner Biodiversität. Nach den verheerenden Waldbränden in Indonesien im letzten Jahr, werden weiterhin Regenwälder vernichtet und Aktivistinnen und Aktivisten verfolgt, die sich für den Erhalt wertvoller Waldflächen und für faire Arbeitsbedingungen auf den Plantagen einsetzen.

Auch Deutschland profitiert von billigem indonesischen Palmöl und macht sich somit mitschuldig. Neben Nahrungsmitteln und Kosmetika landet immer mehr Palmöl auch als Kraftstoffbeimischung im Tank deutscher Autofahrer.

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