Erfolg im Kampf gegen Wilderei

Ulla Trampert  / pixelio.de

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Der Bundeshaushalt für 2015 sieht zum ersten Mal drei Millionen Euro für den Kampf gegen die Wilderei vor. Das ist ein grüner Erfolg inmitten der großen Koalition: Wir hatten im Sommer 2014 einen interfraktionellen Antrag gegen die Wilderei initiiert und durchgeboxt, auf den sich nun die Haushälter berufen konnten. Drei Millionen für den Kampf gegen die Wilderei ist zwar nur ein kleiner Tropfen im Kontext dieses milliardenschweren Marktes. Aber es bezeugt trotzdem die Bereitschaft des zuständigen Ministeriums, das Thema nicht nur in Sonntagsreden abzuhandeln, sondern dem Finanzminister auch entsprechende Ressourcen zu entlocken.

Nach Schätzungen schlägt der Markt allein mit dem illegalen Handel von Elfenbein und Nashorn-Horn jährlich mindestens zwölf Milliarden Euro um. Die Wilderei ist ein blutiges Geschäft geworden: UN-Berichte belegen, wie Wilderei zur organisierten Kriminalität avanciert ist und sogar Bürgerkriege und terroristische Gruppen mitfinanziert. Für die kriminellen Geschäfte wird selbst vor Mord nicht Halt gemacht. Mehr als 1.000 Wildhüter, wurden in den letzten zehn Jahren in 35 verschiedenen Ländern ermordet. Diese kriminellen Machenschaften bedrohen also nicht nur ohnehin vom Aussterben bedrohte Tiere, sie fordern auch Menschenleben.

Mit dem drei Millionen Euro im Haushalt 2015 allein ist es aber nicht getan, weiteren Forderungen des gemeinsamen Antrags, insbesondere das konsequente Elfenbeinhandelsverbot, müssen nun auch Taten folgen und die verbliebenen Schlupflöcher rechtlich gestopft werden. Besonders das konsequente Elfenbeinhandelsverbot ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Wilderei.

Interfraktionellen Antrag “Schutz von Elefanten und Nashörnern vor Wilderei stärken”

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