Schutz von Elefanten und Nashörnern vor Wilderei stärken

Verena Balmer/pixelio

Nashorn/Verena Balmer/pixelio.de

Das zähe Ringen hat sich gelohnt: Die Bundesregierung hat endlich zugesagt, sich bei internationalen Verhandlungen verstärkt gegen Wilderei und den Handel von Elfenbein und Nashorn-Hörner einzusetzen. Konsequent wäre ein generelles Verbot, das sollte das langfristige Ziel sein. Allein das Horn des Nashorns ist auf den Schwarzmärkten mittlerweile mehr wert als Gold. Die Wilderei ist mit ihren geschätzten Milliardengewinnen ein blutiges Geschäft geworden. UN-Berichte belegen, wie Wilderei zur organisierten Kriminalität avanciert ist und sogar Bürgerkriege bzw. terroristische Gruppen mitfinanziert. Diese Zusammenhänge sollte auch die Bundesregierung sehr ernst nehmen. Experten gehen davon aus, dass Spekulanten Elfenbein lagern in der Hoffnung auf steigende Preise, sobald Elefanten eines Tages ausgestorben sein werden. Es ist nicht nur ein Hirngespinst von Naturschützern, dass Elefanten und Nashörner eines Tages ausgerottet sein könnten. Die heutigen Spekulationen zeigen, wie ernst es um den Bestand dieser edlen Tiere tatsächlich steht.

Hintergrund:

Vom Aussterben bedrohte Wildtiere werden zwar durch das CITES Artenschutzabkommen geschützt, deren Bedrohung durch organisierte Kriminalität, wie Wilderei und Schmuggel,  hat jedoch massiv zugenommen: Wilderei ist inzwischen nach Waffen-, Drogen-, und Menschenhandel das viertgrößte Verbrechen weltweit. Vor allem der legale Handel befeuert die illegale Wilderei, da für die illegalen Produkte die legalen Handelswege benutzt werden. Trotz strenger Auflagen blüht zum Beispiel der illegale Handel mit Elfenbein. Im ETIS-Bericht (Elephant Trade Information System) von 2007 wurden jeden Monat 92 Fälle von illegalem Handel verzeichnet. In Südafrika wurden bis 2008 jährlich 14 Nashörner getötet, letztes Jahr hingegen wurden bis zu 1.000 illegal getötete Nashörner gezählt. Für die kriminellen Geschäfte wird selbst vor Mord nicht Halt gemacht. Mehr als 1.000 Wildhüter, wurden in den letzten 10 Jahren in 35 verschiedenen Ländern ermordet. Dem interfraktionellen Antrag voraus gegangen war die Parlamentarische Anfrage „Kampf gegen Wilderei geschützter Arten und insbesondere Schutz von Elefanten und Nashörnern“ (Drs. 18/1243) von Steffi Lemke.

Interfraktioneller Antrag „Schutz von Elefanten und Nashörnern vor Wilderei stärken“

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