Lutherstadt Wittenberg als Stadt der Nachtigallen?

Jede Stadt sucht nach Alleinstellungsmerkmalen, um auch sich aufmerksam zu machen. Die Lutherstadt Wittenberg hat eines – mit Luther. Doch was hindert uns daran, neben dem Kulturerbe auch das Naturerbe zu entwickeln und zusätzlich zu präsentieren?  Wittenberg hat das Zeug dazu, nicht nur als Lutherstadt sondern auch als Stadt der Nachtigallen zu gelten. Im Volksmund nannte man Luther auch „Wittembergisch Nachtigall“, weil er so herzerfrischend singen konnte und uns viele Lieder hinterließ.

Während das Luthererbe liebevoll gepflegt wird, denkt kaum jemand an die Nachtigallen. Abholzungen in der Innenstadt von Wittenberg, wie im Amselgrund, vertreiben Nachtigallen aus ihren angestammten Lebensräumen und ihre Lieder bekommen Seltenheitswert. Dabei geht es auch anders: Breite Gehölzstreifen einfach wachsen lassen. Das spart Geld und bringt viel für die Natur. Bis 2017 könnte es wieder mehr Nachtigallen-Reviere in der Lutherstadt geben. Die Gäste aus nah und fern werden Wittenberg in guter Erinnerung behalten – denn weder in Bayern noch in Amerika gibt es diese unübertrefflichen Tag- und Nachtsänger, die von April bis Juni ihr Stelldichein geben.

Die Naturschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Steffi Lemke und der Buchautor und EuroNaturpreisträger Ernst Paul Dörfler haben am Mittwoch, 11. Juni 2014 bei einem Vor-Ort-Termin in Wittenberg dafür geworben, in der Lutherstadt Wittenberg wieder Stadtquartiere für die Nachtigallen entstehen zu lassen.

 

 

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