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Anti-Atom
18Aug

“Merkel-Reise ist eine gigantische Show”

Steffi Lemke im Interview mit news.de.  Erschienen am 18. August 2010:

News.de: Bundeskanzlerin Angela Merkel geht auf Energiereise und wird sich regenerative Energien anschauen. Was bezweckt Ihrer Meinung nach die Kanzlerin damit? Kann die Reise als Ablenkungsmanöver zur Diskussion um den Atomausstieg gesehen werden?

Lemke: Diese Reise ist vor allem eine gigantische Showveranstaltung. In vier Tagen will sich die Kanzlerin einen Eindruck über die deutsche Energieversorgung verschaffen – und am Ende wird sie, welch Überraschung, verkünden, dass Atomkraftwerke länger laufen müssen. Und das, obwohl die eigenen Regierungsstudien dem widersprechen. Das grenzt an den Versuch der Volksverdummung.

Unter welchen Aspekten würden Sie die Reise begrüßen?

Lemke: Die Kanzlerin kann natürlich reisen, wohin und wieviel sie möchte. Sinn würde die Reise aber nur machen, wenn sie sich ernsthaft mit den enormen Potenzialen alternativer Energien auseinandersetzen und im Interesse der Zukunft unserer Energieversorgung auch einen schnelleren Atomausstieg erwägen würde, statt auf Laufzeitverlängerung für AKWs fixiert zu sein.
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29Jun

“Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern ein Hemmschuh für erneuerbare Energien”

Am Freitag, den 25.06.2010 besuchte Steffi Lemke den Kreisverband Heilbronn aus Anlass seiner 31-Jahrfeier. Bei dieser Gelegenheit gab Steffi Lemke der Heilbronner Stimme folgendes Interview:

„Keinen anrüchigen Deal mit Laufzeiten“

Ihr Erfolg hatte immer auch etwas mit ihrem Realismus hier zu tun. Muss der Flügel im Bund stärker werden?

Steffi Lemke: Die Grünen feiern ja nicht nur Geburtstag in Baden-Württemberg, sondern auch bundesweit Wahlrekord an Wahlrekord. Das zeigt, dass grüne Konzepte in der Mitte der Gesellschaft, angekommen sind und zunehmend mehrheitsfähig sind. Das ist keine Flügelfrage.

Die Atomkraft gilt auch bei Schwarz- Gelb nur noch als Brückentechnologie. Was ist so schlimm daran, bei den Ernergiekonzernen für etwas längere Laufzeiten noch mal abzukassieren?

Lemke: Die Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern ein Hemmschuh für erneuerbare Energien, weil Atomstrom die Netze verstopft. Es gibt keine Stromlücke, sondern Überkapazitäten. Zweitens ist diese Technologie gefährlich, und es ist immer noch völlig unklar, wohin mit dem für Jahrhunderte strahlenden Atommüll. weiterlesen »

30Mai

Ölpest im Golf von Mexico – Jetzt Protestbrief schreiben!

Die bisher letzte Chance auf das Verschließen des Bohrlochs, das im Golf von Mexiko, ist gestern Abend gescheitert. Und die Naturkatastrophe nimmt immer größere Ausmaße an. Seit 6 Wochen fließt  Öl ins Meer und ein Ende ist nicht abzusehen. Während aber BP versucht, das Bohrloch zu schließen, wird auf der ganzen Welt weiter mit Bohrinseln und Tiefseebohrungen Öl gefördert. weiterlesen »

28Apr

Drohende Rückkehr zu Atomenergie in Deutschland und Europa

Radio France Internationale, der Auslandsdienst des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frankreich, berichtet in letzter Zeit breit über eine mögliche Renaissance der Atomenergie in Europa. In einem Beitrag von Julien Méchaussie wird die atompolitische Entwicklung in Deutschland beleuchtet. Für die Atomkraft-Befürworter kommt Angelika Brunkhorst zu Wort, die Sprecherin für Naturschutz und Reaktorsicherheit der FDP-Bundestagsfraktion ist. Wie unsinnig die Argumente für eine von Brunkhorst verfochtene Verlängerung der AKW-Laufzeiten sind, wird in dem Beitrag durch die Wortbeiträge von Steffi Lemke deutlich gemacht. Insgesamt unterstreicht die Reportage mit Blick auf die anstehende NRW-Wahl die große Bedeutung der GRÜNEN für die Beibehaltung des Atom-Konsenses. Sollten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nach dem 9. Mai in NRW mitregieren, kippt die Mehrheit im Bundesrat für das schwarz-gelbe Projekt ‘Ausstieg aus dem Ausstieg’.

Zum Beitrag als mp3 geht es hier (auf französisch).

26Apr

In Erinnerung an Tschernobyl

Zum 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl:

Bei aller positiven Euphorie über die Menschenkette vom Wochenende, muss man auch dieses Unglück in Erinnerung behalten. Das schreckliche Ereignis hat überdeutlich gezeigt: Auch die zivile Nutzung der Atomenergie birgt enorme Risiken. Im Gedenken an Tschernobyl ist dieses Foto mit Claudia Roth und Steffi Lemke entstanden.

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