Am 24.08.2010 besuchte Steffi Lemke die Lüneburger Stadtratsfraktion. Bei dieser Gelegenheit gab sie der Lüneburger Rundschau (Regionalausgabe des Hamburger Abendblatts) ein Interview:
Lüneburger Rundschau: Ist der Trend zu einer industriellen Landwirtschaft mit dem Betrieb von Agrarfabriken noch zu stoppen, wenn jetzt schon die Landwirtschaftskammer Niedersachsen an der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierhaltung in Echem einen riesigen Schweinestall mit 250 Zuchtsauen und vielen hundert Schweinen für die Ausbildung der jungen Landwirte plant?
Steffi Lemke: Der Trend zur immer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft muss und wird gestoppt werden. Die Agrarlogik des letzten Jahrhunderts – immer mehr und immer industrieller, ohne Rücksicht auf Böden, Klima und Tiere, ist nicht nachhaltig. Als ich vor 25 Jahren meine Ausbildung zur Melkerin gemacht habe, habe ich in solchen Agrarfabriken gearbeitet. Inzwischen hat sich das Bild einer nachhaltigen Landwirtschaft sehr verändert. Kein Wunder, wenn man mit Frau Grotelüschen jemanden zur Agrarministerin macht, die selbst Massentierhaltung betreibt. Da hat man den Bock zum Gärtner gemacht. 2013 wird die Europäische Agrarpolitik reformiert, da müssen wir dafür sorgen, dass umweltverträgliche Landwirtschaft gestärkt wird.











