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25Aug

AKW Krümmel darf nie wieder ans Netz

Am 24.08.2010 besuchte Steffi Lemke die Lüneburger Stadtratsfraktion. Bei dieser Gelegenheit gab sie der Lüneburger Rundschau (Regionalausgabe des Hamburger Abendblatts) ein Interview:

Lüneburger Rundschau: Ist der Trend zu einer industriellen Landwirtschaft mit dem Betrieb von Agrarfabriken noch zu stoppen, wenn jetzt schon die Landwirtschaftskammer Niedersachsen an der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierhaltung in Echem einen riesigen Schweinestall mit 250 Zuchtsauen und vielen hundert Schweinen für die Ausbildung der jungen Landwirte plant?

Steffi Lemke: Der Trend zur immer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft muss und wird gestoppt werden. Die Agrarlogik des letzten Jahrhunderts – immer mehr und immer industrieller, ohne Rücksicht auf Böden, Klima und Tiere, ist nicht nachhaltig. Als ich vor 25 Jahren meine Ausbildung zur Melkerin gemacht habe, habe ich in solchen Agrarfabriken gearbeitet. Inzwischen hat sich das Bild einer nachhaltigen Landwirtschaft sehr verändert. Kein Wunder, wenn man mit Frau Grotelüschen jemanden zur Agrarministerin macht, die selbst Massentierhaltung betreibt. Da hat man den Bock zum Gärtner gemacht. 2013 wird die Europäische Agrarpolitik reformiert, da müssen wir dafür sorgen, dass umweltverträgliche Landwirtschaft gestärkt wird.

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24Aug

“Krümmel darf nie wieder ans Netz”

Steffi Lemke im Interview mit der Lüneburger Rundschau.  Erschienen am 24. August 2010:

Lüneburger Rundschau: Seit 1989 sind 19 Kinder und Jugendliche in der Elbmarsch rund um das Atomkraftwerk Krümmel und den GKSS-Forschungsreaktor in Geesthacht an Blutkrebs erkrankt. Wie lange wird die Aufklärung der weltweit höchsten Leukämierate bei Kindern noch dauern?

Lemke: Ob wir je zu einer wirklichen Aufklärung dieser furchtbaren Erkrankungen kommen, ist nicht abzusehen. Aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Hier gibt es den leidigen Krieg der Gutachten – es findet sich immer ein Gutachter, der das Gegenteil behauptet.
Lüneburger Rundschau: Ist dieses Thema in Berlin überhaupt bekannt?

Lemke: Ja, natürlich. Wir Grünen haben dazu Anfragen im Bundestag gestellt, immer wieder auf Aufklärung gedrungen. Auch in Berlin kann daher niemand sagen, er wisse davon nichts.


Lüneburger Rundschau: Was tun die Grünen im Bundestag, um die Aufklärung voranzutreiben?

Lemke: Wir haben im vergangenen Jahr dazu die weltweit umfassendste Studie zum Leukämie-Risiko im Umfeld von Atomkraftwerken vorgelegt. Wir kämpfen weiter dafür, dass Krümmel nie wieder ans Netz geht, und dass neben Krümmel auch alle anderen Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Solange nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Atomkraftwerk mit den Leukämiefällen in Zusammenhang steht, empfinde ich es als puren Zynismus, Krümmel weiter betreiben zu wollen.

24Aug

Ein historisches Hoch – aber keiner hebt ab

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Grünen laut dem jüngsten stern-RTL-Wahltrend auf 20 Prozent, beim letzten Deutschlandtrend auf 17 Prozent. Kannst Du bei solchen Werten noch auf dem Boden bleiben?

Steffi Lemke: Natürlich bleibe ich bei aller Freude über solche Umfragewerte auf dem Boden der Tatsachen. Eines ist doch völlig klar: Solche Umfragen sind immer nur Momentaufnahmen und Hochrechnungen – keine Wahlergebnisse. Und die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich erst im Herbst 2013 statt. In den 20 Prozent stecken auch viel Zorn auf Schwarz-Gelb und Frust über die Tatsache, dass es dazu bei der letzten Bundestagswahl nicht wirklich eine Machtalternative für eine sozial-ökologische Politik gab. Aber klar ist weit über Umfrageergebnisse hinaus, dass die Zustimmung für grüne Politik enorm gewachsen ist. Das haben ja auch die letzten Wahlen schon gezeigt. Doch darauf kann man sich nicht ausruhen.

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18Aug

“Merkel-Reise ist eine gigantische Show”

Steffi Lemke im Interview mit news.de.  Erschienen am 18. August 2010:

News.de: Bundeskanzlerin Angela Merkel geht auf Energiereise und wird sich regenerative Energien anschauen. Was bezweckt Ihrer Meinung nach die Kanzlerin damit? Kann die Reise als Ablenkungsmanöver zur Diskussion um den Atomausstieg gesehen werden?

Lemke: Diese Reise ist vor allem eine gigantische Showveranstaltung. In vier Tagen will sich die Kanzlerin einen Eindruck über die deutsche Energieversorgung verschaffen – und am Ende wird sie, welch Überraschung, verkünden, dass Atomkraftwerke länger laufen müssen. Und das, obwohl die eigenen Regierungsstudien dem widersprechen. Das grenzt an den Versuch der Volksverdummung.

Unter welchen Aspekten würden Sie die Reise begrüßen?

Lemke: Die Kanzlerin kann natürlich reisen, wohin und wieviel sie möchte. Sinn würde die Reise aber nur machen, wenn sie sich ernsthaft mit den enormen Potenzialen alternativer Energien auseinandersetzen und im Interesse der Zukunft unserer Energieversorgung auch einen schnelleren Atomausstieg erwägen würde, statt auf Laufzeitverlängerung für AKWs fixiert zu sein.
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12Aug

“Umweltminister Röttgen ist nicht mehr tragbar”

Anlässlich ihres Besuchs beim Grünen Bremer Landesvorstand am 06.08.2010 gab Steffi Lemke dem Weserkurier folgendes Interview.

“Die Grünen regieren in zwei Bundesländern gemeinsam mit der CDU, aber das soll aus Sicht der Parteispitze keinesfalls zum Modell werden. Im Vorfeld der sechs Landtagswahlen 2011 geht Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke klar auf Distanz zum ‘bürgerlichen Lager’. Der schwarz-gelben Bundesregierung verspricht sie einen ‘wirklich heißen Herbst’ um das ‘Kampfthema’ Kernkraft.  Mit Lemke sprach Joerg Helge Wagner. weiterlesen »

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