Gesine Schwan hat sich besorgt über die Folgen der Krise geäußert. Und zwar explizit über die sozialen Folgen der Krise – ein Aspekt, der in der aktuellen Debatte noch viel zu wenig Beachtung findet. Wer spricht eigentlich von den Menschen, die von der Krise betroffen sind?
Gesine Schwan hat es getan – und gleich Rücktrittsforderungen geerntet. Insbesonder vom CSU-Generalsekretär, der ihr “saudummes Gerede” vorwarf. Wenn Gesine Schwan als eine von zwei Kandidaten für das Bundespräsidentenamt sich zur Krise und ihren möglichen Folgen für das Gemeinwesen äußert, dann ist das nicht nur ihre Aufgabe, sondern sie kann von der politischen Debatte auch eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung erwarten. Gerade in dieser Frage kann Herr Dobrindt noch viel von den beiden Kandidaten lernen.
Herr Dobrindt scheint aber entweder in seinem neuen Amt noch nicht angekommen zu sein oder ein Medienaufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu haben. Das wird der CSU wohl nicht aus ihrem Loch helfen.
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