Einbruch des Güterverkehrs auf der Elbe in 2018

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Die Elbe ist als Wasserstraße für den Güterverkehr völlig ungeeignet. Dieses Fazit konnte man bereits aus den Antworten der Bundesregierung zu Wasserständen und Transporten aus den vergangenen Jahren ableiten. Die neusten Zahlen für das extrem trockene Jahr 2018 zeigen, dass hier über Monate die nötige Mindestwassermenge nicht erreicht wurde.

Steffi Lemke: „Die Elbe ist keine wirtschaftlich zu betreibende Wasserstraße. Die Daten zeigen, dass gegen extreme Niedrigwasserstände keine Baumaßnahmen helfen, weil fehlendes Wasser nicht herbeigebaut werden kann. Die Wirtschaft zieht sich aufgrund der fehlenden Planbarkeit immer mehr von der Elbe als Transportweg zurück. Auch Tschechien sollte sich diese aufrüttelnden Fakten zu Gemüte führen und endlich die Staustufen-Pläne ad acta legen. Deren Bau verändert an der Nicht-Schiffbarkeit der deutschen Elbe nichts. (mehr …)

Importverbote für Jagdtrophäen

Steffi Lemke zu der Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zu erteilten Ausfuhrgenehmigungen für Jagdtrophäen in 2018: „Die rote Liste der bedrohten Arten ist lang und wird immer länger. Einzelne Erfolge, wie die Erholung der Bestände der Berggorillas und Finnwale,  können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das globale Artensterben ungebremst weiter geht. Wilderei wird zwar als Verbrechen bestraft aber gleichzeitig werden ganz legal Jagdtrophäen von Tieren, die teils akut vom Aussterben bedroht sind, nach Deutschland importiert. Das ist absurd. (mehr …)

Überfischung der Meere stoppen

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Steffi Lemke zu den von den EU-Landwirtschafts- und Fischereiministern beschlossenen Fangquoten für die Nordsee: 

Die Einigung der EU-Staaten auf ein deutliches Minus bei den Fangquoten für die Nordsee geht in die richtige Richtung. Allerdings werden die Vorschläge des wissenschaftlichen Beirats erneut unterlaufen. Trotz eindeutiger Vorgaben durch den internationalen Rat für Meeresforschung wird die Überfischung auch 2019 weiter gehen. (mehr …)

Katowice: Gretchenfrage ist nicht beantwortet

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Steffi Lemke zum Abschluss der UN-Klimakonferenz in Katowice:

„Die Ergebnisse von Katowice sind zu viel Weiterso und zu wenig Aufbruch. Vor 10 Jahren wäre es ein gutes Ergebnis gewesen, jetzt läuft uns einfach die Zeit davon. Die Gretchenfrage, wie Klimaschutz international konkret umgesetzt werden soll, bleibt weiter unbeantwortet. In Deutschland wird der Kohleausstieg vertagt, die Umweltministerin gibt „Man müsste mal“ Erklärungen ab und in der Verkehrs- und Agrarpolitik steht die Bundesregierung auf dem Bremsklotz. Ich frage mich, ob die dramatische Beschleunigung der Klimakrise überhaupt erkannt wurde. Erbringen wir unseren Beitrag zum Klimaschutz nicht, ist das der Sargnagel für das Pariser Klimaschutzabkommen. Die Klimakrise erfordert dringend Handeln. Ich bin gespannt, was die Bundesregierung jetzt aus ihren Ankündigungen macht.“

Rote Liste: Fast ein Drittel heimischer Wildpflanzen gefährdet

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Zur Roten Liste, nach der fast ein Drittel der heimischen Wildpflanzen gefährdet ist, erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Der Rückgang der Wildpflanzenarten ist besorgniserregend. Gehen Wildpflanzen verloren, beschränkt sich die Pflanzenwelt zunehmend auf das, was in Monokulturen angebaut wird. Die Natur insgesamt verarmt und wird in ihren Kreisläufen beeinträchtigt. Wir brauchen dringend mehr Naturschutz in der Landwirtschaft: mehr Hecken und Feldraine, weniger Pestizide und Dünger. Denn unsere Landwirtschaft ist unmittelbar mit der Natur verbunden und von ihr abhängig.“

BfN Hintergrund zur Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen