GEOMAR-Studie: Starke Belastung durch Fischerei in Schutzgebieten

Forscher des Helmholtzzentrums für Ozeanforschung Kiel – GEOMAR haben im Dezember gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen eine Studie zum Fischfang in europäischen Meeresschutzgebieten in der amerikanischen Fachzeitschrift „Science Magazine“ veröffentlicht. Die Erkenntnisse geben großen Anlass zur Sorge, bezüglich des Zustands der europäischen Meeresschutzgebiete. Demnach sind zwar ca. 45 Prozent der deutschen und fast 30 Prozent der europäischen Meeresgebiete formal unter Schutz gestellt, aber dennoch findet genau dort Fischerei in einem sehr hohen Maße statt. (mehr …)

Das Sterben der Amseln

Steffi Lemke, zur Antwort auf ihre schriftliche Frage an die Bundesregierung zum Thema Amseln & Usutu-Virus:

„Der Rückgang von Amseln fällt vielen Menschen beim Blick in Parks und Gärten auf. Die Bundesregierung bestätigt Beobachtungen des Naturschutzbundes, wonach besonders Amseln durch den Usutu-Virus gefährdet sind. Es ist unklar, ob sich die Amsel-Bestände wieder komplett erholen werden. Die Antwort der Bundesregierung zeigt die Klimakrise auch im Kleinen: Die Bedingungen für heimisch Arten verschlechtern sich – hier begünstigte der Hitzesommer 2018 die Ausbreitung des Virus‘.  Die Klimakrise befeuert damit das rasant fortschreitende Artensterben. Für das Vogel- und Insektensterben ist maßgeblich die industrielle Landwirtschaft – voller Monokulturen und Äckern belastet mit Pestiziden – verantwortlich. Um Vögel und Bienen insgesamt zu schützen, brauchen wir dringend eine Agrarwende. Dazu müssen jetzt die Weichen in der EU gestellt werden: Wir brauchen endlich eine ökologische Ausrichtung der Agrarförderpolitik.“ (mehr …)

Bald Valentinstag ohne Turteltauben?

Foto: Felipe Lopez / Unsplash

Steffi Lemke zur Antwort auf ihre schriftliche Frage an die Bundesregierung zum Thema Turteltauben:

„Wir haben in den letzten 25 Jahren zwei Drittel der Turteltauben verloren. Wenn diese Entwicklung so weiter geht, werden unsere Enkel dieses Tier nicht mehr in der freien Natur kennen lernen können. Es ist alarmierend, mit welcher Geschwindigkeit ihr Verlust vonstattengeht und dass eine Allerweltsart wie die Turteltaube auf der Internationalen Roten Liste landet. (mehr …)

Volksbegehren muss Weckruf sein!

Zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ erklären Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Die Beteiligung an diesem Volksbegehren ist überwältigend. Die Menschen in Bayern wollen nicht länger die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen dulden. Jetzt liegt der Ball bei der bayrischen Staatsregierung. Sie muss endlich das Ruder rumreißen und die Arten und Lebensräume schützen, statt sie abzutöten und zu planieren. Dieses Volksbegehren ist auch ein Denkzettel für die Bundesregierung. Die Liste ihrer Versäumnisse ist lang. Die Bundesregierung muss handeln, bevor der Frühling verstummt und Felder und Wälder leer sind. (mehr …)

Öffentliches Fachgespräch: „Ocean Governance – Schutz der Weltmeere“

Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages tagt am Mittwoch den 13.02.2019 um 11:30  im Paul-Löbe-Haus Saal E.700 mit einem öffentlichen Fachgespräch zum Thema „Ocean Governance – Schutz der Weltmeere“. Thema des Fachgespräches ist der alarmierende Zustand der Weltmeere und wie diese in Zeiten von Klimakrise, Überfischung und industrieller Ausbeutung besser geschützt werden können. Als Sachverständige sind u.a. Sandra Schöttner vom Greenpeace e.V. und Sebastian Unger vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung e. V. eingeladen. (mehr …)