Rote Liste: Fast ein Drittel heimischer Wildpflanzen gefährdet

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Zur Roten Liste, nach der fast ein Drittel der heimischen Wildpflanzen gefährdet ist, erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik: „Der Rückgang der Wildpflanzenarten ist besorgniserregend. Gehen Wildpflanzen verloren, beschränkt sich die Pflanzenwelt zunehmend auf das, was in Monokulturen angebaut wird. Die Natur insgesamt verarmt und wird in ihren Kreisläufen beeinträchtigt. Wir brauchen dringend mehr Naturschutz in der Landwirtschaft: mehr Hecken und Feldraine, weniger Pestizide und Dünger. Denn unsere Landwirtschaft ist unmittelbar mit der Natur verbunden und von ihr abhängig.“

BfN Hintergrund zur Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen

Fahrplan für Biodiversitäts-Abkommen 2020 beschlossen

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Zum Abschluss der 14. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention für Biologische Vielfalt (CBD) in Sharm El-Sheikh / Ägypten erklären Steffi Lemke, Parlamentarische Geschäftsführerin, und Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik und Bioökonomie:

Mit riesigen Schritten schreiten Artensterben und Klimakrise voran. Die Menschheit ist dabei, ihre eigenen Lebensgrundlagen zu zerstören. Trippelschritte sind hingegen alles was der Weltrat für Biodiversität in den vergangenen zwei Wochen vollbracht hat. Es fehlt an politischem Willen und einer Vision, die glaubhaft von Staats- und Regierungschefs voran getragen wird. Die Aichi-Ziele waren gut und wichtig, aber blieben ohne Durchschlagskraft. Die gleichen Fehler dürfen sich jetzt nicht wiederholen. Doch Naturschutzbehörden und Naturschützer werden von ihren Staats- und Regierungschefs in Sharm el-Sheik wieder einmal allein gelassen.  (mehr …)

Fließ oder stirb – Ein Symposium über den Umgang mit unseren Flusslandschaften

am 23. Oktober 2018 fanden die Hamburger Gespräche für Naturschutz 2018 statt. Unter dem Titel „Fließ oder stirb – Ein Symposium über den Umgang mit unseren Flusslandschaften“ referierten und diskutierten neben Steffi Lemke, namhafte Expertinnen und Experten.

Weitere Informationen zum Symposium und den Referentinnen und Referenten finden Sie hier

Umweltproblem Mikroplastik – Schulprojekt

Mikroplastik ist eines der drängendsten aktuellen Umweltprobleme: Kleinste Plastikpartikel, beigemischt in Kosmetika oder als zerriebene Partikel größerer Plastikabfälle, verteilen sich in unserer Natur und den Weltmeeren. Die Schülerin Franziska Vollmer von der Freien Waldorfschule Esslingen (Baden-Württemberg) hat sich in ihrer Jahresarbeit mit diesem hochpolitischen Thema auseinandergesetzt, die Hintergründe und die Problematik anschaulich erläutert und dazu auch Steffi Lemke MdB im Deutschen Bundestag interviewt.  (mehr …)

Vogeljagd in Schutzgebieten weiterhin erlaubt

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Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche Arten. Vor allem für Zugvogelarten wie Ringelgans, Kiebitzregenpfeifer und Alpenstrandläufer ist dieses geschützte Gebiet existentiell. Hier finden sie störungsfreie Rastplätze und ausreichend Nahrung, um die Reise bis ins südliche Afrika zu bewältigen.

Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden auf einigen der bewohnten Inseln Pachtverträge für die Jagd von Kaninchen oder Waldschnepfen vergeben, letztere vor allem beliebt zur Trophäenjagd. Selbst in den Ruhezonen ist eine Bejagung von Wasservögeln an 10 Tagen pro Jahr erlaubt. Problematisch für Zugvögel, unabhängig vom Schutzstatus, sind Jagdaktivitäten an sich, die Störungen in den Ruhezonen verursachen. Die Nationalparkverwaltung fordert insbesondere den Einsatz von Jagdhunden und Falken einzuschränken. (mehr …)