EuGH stärkt europäischen Naturschutz

„Ich bin über 100 Jahre alt“

Zum heutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den Abholzungen im Bialowieza Urwald in Polen erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

„Das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist ein Erfolg für den europäischen Naturschutz und hat Präzedenzwirkung. Es sendet ein klares Signal an die Regierungen Europas, europäisches Naturschutzrecht ernst zu nehmen. Der Schutz des einzigartigen Ökosystems im Bialowieza hat heute Vorrang vor anderen Interessen erhalten. Doch wie groß die durch die Abholzungen bereits angerichteten Schäden in den Waldgemeinschaften sind, wird sich erst in diesem Frühjahr zeigen, wenn Brutnester leer bleiben, natürliche Rückzugsräume im Wald fehlen und der massiv geschädigte Waldboden an Artenreichtum verliert.         (mehr …)

Seen und Flüssen geht es schlecht

Steffi Lemke, parlamentarische Geschäftsführerin und naturschutzpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, zum ökologischen Zustand der Seen und Lage der Biodiversität in Deutschland:

“Den Seen und Flüssen in Deutschland geht es schlecht. Es ist alarmierend, dass drei Viertel unserer Seen in einem mäßigen bis schlechten ökologischen Zustand sind. Fische und Pflanzen, die hier typischerweise vorkommen, finden in diesen Seen keinen Lebensraum mehr, das zeigt meine Kleine Anfrage deutlich. Die Seen leiden unter der Vergüllung durch die Landwirtschaft. Der hohe Nährstoffgehalt lässt Algen übermäßig wachsen und die Seen somit veröden und verlanden. (mehr …)

93% der Flüsse in keinem guten ökologischen Zustand

Flüsse sind Lebensadern unserer Landschaft und Schwerpunkt des Artenreichtums. Doch die biologische Vielfalt und das Ökosystem Fluss sind akut bedroht, das zeigt die Kleine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion eindrücklich. Begradigte, verengte und vertiefte Flüsse voller Ackergifte und Dünger aus der Landwirtschaft können vielen Tieren und Pflanzen keinen Lebensraum mehr bieten. (mehr …)

Landdegradation: IPBES befürchtet bis zu 700 Millionen Menschen verlieren ihre Heimat

Der heute präsentierte Bericht des Weltbiodiversitätsrat (IPBES) zu den Gefahren von Landdegradation basiert auf der Arbeit von über 100 internationalen Wissenschaftlern und mehreren Hundert Gutachtern. In Kolumbien beim jährlichen Treffen des IPBES wurde der Bericht im Plenum von den Mitgliedsstaaten des IPBES (zu denen auch Deutschland gehört) angenommen. Degradiertes Land wird dabei als Zustand verstanden, der aus dem Verlust von (mehr …)

Weltbiodiversitätsrat: Artenreichtum der Erde schwindet

Zu den heute vom Weltbiodiversitätsrat IPBES in Kolumbien veröffentlichten Berichten zum Verlust von Biodiversität und ihrer Bedeutung für die Menschen erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

„Dies muss ein Weckruf an die Weltgemeinschaft sein. Auch von höchster Stelle, vom Weltbiodiversitätsrat, ist bestätigt, dass die Artenvielfalt unserer Erde schwindet und welche gravierenden Gefahren damit einhergehen. (mehr …)